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Monheim : Jugendklub erhält eine Frischzellenkur

Monheim : Jugendklub erhält eine Frischzellenkur

Toiletten, Heizung, Eingang und Außenbereich werden auf Stand gebracht.

Die Räume des Jugendklubs Baumberg (Jukuba) sollen grundlegend saniert, die Ausstattung umfangreich erneuert und eine zusätzliche Stelle finanziert werden. Mit diesem Antrag im Zuge der Haushaltsberatungen hatte sich die SPD einmal mehr eine blutige Nase geholt. Der Antrag sei „aus der Hüfte geschossen“, monierte die Ausschussvorsitzende Lisa Pientak. Dabei hatte der Teamchef des Jugendclubs schon vor zwei Jahren eine grundlegende Sanierung zumindest der Toilettenanlage beantragt. Wenigstens eine teilweise Sanierung sah wohl auch der Haushaltsentwurf vor.

Düster und unbehaglich wirken die braungefliesten Toiletten im Jukuba. Das gesamte Gebäude atmet die Atmosphäre der 80er Jahre. Bereits der Eingang empfängt die Besucher mit dunkler Holzvertäfelung. Auch bei der Wärme ist das Jukuba nicht autark. „Wir können unsere Fußbodenheizung nicht selber steuern, das wird, ebenso wie die Außenbeleuchtung, vom Bürgerhaus aus geregelt“, sagt Teamchef Florian Schwab. Überhaupt sei die Elektronik überaltert, das Stromnetz nicht auf den hohen Energiebedarf von Spielkonsolen ausgerichtet. „Uns fehlen vor allem Steckdosen an den richtigen Stellen.“

Das Außengelände der Einrichtung, die sich im Eigentum der Stadt befindet, aber vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) betrieben wird, sieht genauso trist aus. Auf dem Boden wächst kein Gras mehr. „Hier staut sich bei Regen die Nässe“, berichtet Schwab. Im Gegensatz zu den vielen sanierten und neu ausstaffierten Schulhöfen und Spielplätzen steht hier nur ein einziges Klettergerät.

Die Stadt hatte bereits eine Sanierung der Toiletten und eine technische Aufrüstung der Lichtanlage im Haushalt eingepreist, sagt Caspar Offermann, Geschäftsführer des SKFM, beschwichtigend. Dennoch habe der SPD-Antrag eine neuerliche Begehung mit dem Liegenschaftsamt und der Bereichsleiterin Jugend bewirkt: „Die SPD hat den nötigen Impuls gegeben, dass die Stadt jetzt mehr Geld in die Hand nimmt“, sagt Offermann.

Kinder werden in
Umgestaltung eingebunden

Mehr Geld wird die vollständige Sanierung der Toilettenanlagen kosten. Künftig soll das Jukuba-Team sowohl die Fußbodenheizung als auch das Außenlicht selber steuern können. „Dann müssen die Kinder nicht mehr im Dunkeln nach Hause gehen, wenn im Bürgerhaus kein Betrieb ist“, berichtet Offermann. Der Eingang soll heller und freundlicher gestaltet werden. „Da könnten wir ein Projekt mit den Kindern draus machen“, ergänzt Schwab. Die überdachte Nische soll eventuell mit Fahrradständern bestückt oder als Stauraum genutzt werden, das sei noch nicht abschließen geklärt. Die gegenüberliegende Fluchttreppe soll gegen Sturzgefahr gesichert werden. Das Außengelände soll aber erst 2021 in Angriff genommen werden – wie bei allen Spielplatzprojekten unter Beteiligung der Jukuba-Besucher.

Die Finanzierung einer zusätzlichen Stelle, wie von der SPD angeregt, hält Caspar Offermann nicht für nötig. Momentan sei auch nicht daran gedacht, die Öffnungszeiten weiter auf das Wochenende auszudehnen.