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IHK lädt mit einem Spaßwettbewerb zur Jobvorstellung an die Wasserskianlage in Langenfeld ein

Langenfeld : Wirtschaft tritt bei „Azubi-Challenge“ gegen Politik an

Politiker und Unternehmensvertreter machen mit „Freundschaftsspiel“ auf Ausbildungsberufe aufmerksam.

Es ist heiß. Am Wasserski-See in Langenfeld stehen sich zwei Teams aus Wirtschafts und Politik gegenüber und kämpfen um den Sieg. Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider ergreift die Initative und hilft dem Freiwilligen in einen Neoprenanzug. Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Teammitglieder: Christian Untrieser, Abgeordneter des NRW-Landtags, und Michael Ruppert, stellvertretender Landrat des Kreises Mettmann, werden auch Schwimmweste und Wasserskier passend ausgesucht. Damit kann Azubi Laura die erste Aufgabe als gelöst verkünden.

Trotz aller Anstrengung ist es allerdings das Team Wirtschaft mit Bert Schukat, Schukat Electronics Vertriebs GmbH, aus Monheim, Clemens Schmees, Edelstahlwerke Schmees aus Langenfeld, und Mechthild Teupen, Geschäftsführerin Berufliche Weiterbildung der IHK Düsseldorf, das den Punkt holt und vorne liegt.

Die Aktion macht Werbung
für offene Ausbildungsstellen

Bereits zum zweiten Jahr in Folge veranstaltet die IHK die „Azubi-Challenge“. Dieses Jahr am Wasserski-See in Langenfeld. „Wir wollen auf spielerische Art und Weise auf Ausbildungsberufe aufmerksam machen und deren Vielfalt zeigen“, sagt Teupen.

In Düsseldorf und Umgebung gibt es noch mehr als 1000 offene Ausbildungsstellen. „Ziel ist es, bis zum 1. September noch so viele wie möglich zu besetzen“, sagt Tobias Havers, Sprecher der IHK Düsseldorf. „Es geht auch darum, Perspektiven aufzuzeigen.“ Um eine zusätzliche Anlaufstelle zu bieten, hat die IHK unter Telefon 0211/3557448 eine Beratungshotline für Jugendliche eingerichtet. Nicht nur die IHK weist mit der „Azubi-Challenge“ auf offene Stellen hin. Auch lokale Unternehmen haben die Möglichkeit, sich vorzustellen. Clemens Schmees sucht noch zwei Auszubildende. Bürgermeister Frank Schneider ist es wichtig zu zeigen: „Es muss nicht immer ein Studium sein.“

Die Auszubildenden der Wasserski-Anlage leiten die Teams an. Schließlich wird hier auch ihr Berufsfeld vorgestellt. Lena Uttermann und Laura Portugal sind bereits im zweiten Ausbildungsjahr. Ob beim Boardverkauf oder bei einer Veranstaltung im Seehaus Restaurant, langweilig wird es ihnen nie. „Wir haben jährlich ein bis zwei Auszubildende bei uns“, sagt Johannes Sühs, Betreiber der Wasserskianlage. „Bei uns lernt man viel Praxis.“ Wie das aussieht, zeigt Laura. War das richtige Einkleiden noch eine Trockenübung, geht es jetzt ans Wasser. Hier sollen die Teams nach Anleitung einen „Anfänger“ einweisen. Das Team Politik beginnt und startet mit Christian Untrieser. Er erhält dabei Unterstützung von Teamkollege Frank Schneider.

Dann folgt der fliegende Wechsel zum Team Wirtschaft. Hier übernimmt Clemens Schmees das Komando und erklärt die Einweisung im Alleingang. Gekonnt bringt er den „Anfänger“ sicher aufs Wasser und kann damit den nächsten Sieg einfahren.

Es gibt vor Ausbildungsstart
noch zwei weitere „Challenges“

Vom Wasser geht es wieder zurück an Land. Im Seehaus Restaurant liegen schon Wakeboards zur Montage parat. „Die Wirtschaft holt uns hier alles weg“ sagt Michael Ruppert lachend. Er zeigt auf den zweiten Schraubenzieher, den sich das gegnerische Team zu eigen gemacht hat, und muss sich jetzt ranhalten. Nach drei Minuten ist die Zeit abgelaufen und Azubi Laura verkündet die Sieger. Team Wirtschaft hat gewonnen und ist auch Sieger der zweiten „Azubi-Challenge“ in diesem Jahr. Vor dem Ausbildungsstart am 1. September gibt es noch zwei weitere Challenges: bei Henkel in Düsseldorf und beim Obi-Markt in Velbert.