Hilden: Wo darf investiert werden?

Hilden: Wo darf investiert werden?

4,3 Millionen Euro fließen nach Hilden. Im Internet steht, wofür es ausgegeben werden könnte.

Hilden. Insgesamt 4,3 Millionen Euro wird Hilden aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung erhalten. Das steht fest. Aber was darf die Stadt damit machen? Wo darf sie investieren? Wofür das Geld ausgeben? Fragen über Fragen, auf die es bisher keine Antworten gab. Jetzt hat das NRW-Innenministerium aber zumindest im Internet einen ersten Überblick darüber gegeben, was möglich sein könnte.

Grundsätzlich haben die Städte die Freiheit, das Geld nach ihren jeweiligen Bedürfnissen einzusetzen - unter gewissen Voraussetzungen. So wird beispielsweise eine Doppelförderung ausgeschlossen.

Als Favorit für eine Investition aus dem Konjunkturpaket gilt der Neubau einer Dreifach-Sporthalle am Holterhöfchen. Ob dies auch eine politische Mehrheit findet, steht noch auf der Kippe. Eine Alternative wäre die Sanierung der alten Fabriciushalle an der Lindenstraße.

Beides scheint nach den Ausführungen der Landesregierung förderungswürdig zu sein. Und zwar mit den für die Bildung vorgesehenen 3,5 Millionen Euro - sofern eine schulische Nutzung nachgewiesen wird. Dieses Kriterium dürfte beim Hallen-Neubau in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums leichter nachweisbar sein als bei der alten Halle, da die Albert-Schweitzer-Schule nebenan im Sommer ausläuft.

Sollte sich die Politik nicht auf eine der beiden Maßnahmen einigen können, gäbe es noch eine Alternative: der Ersatzbau für den Container am Helmholtz-Gymnasium. Auch der wäre förderfähig, sofern durch ihn eine energetische Verbesserung erzielt würde. Auch dieser Neubau steht noch nicht im Haushalt, und seine schulische Nutzung steht außer Frage.

Dieser Punkt ist entscheidend und dürfte weitere Projekte wie den Umbau der Feuerwache oder des Evangelischen Gemeindehauses wohl aus dem Kandidatenkreis kegeln.

Blieben noch die 875000Euro, die die Stadt für Infrastrukturmaßnahmen bekommen soll. Dafür gibt es nur einen ganz heißen Kandidaten: den Bahnhofsvorplatz. Dessen Umbau soll insgesamt 750000 Euro kosten. Aber nicht alles könnte mit dem Zuschuss finanziert werden.

So wird etwa das Fahrgastinformationssystem bereits vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gefördert. Diese Maßnahme könnte dann aber einfach aus dem Gesamtkatalog der geplanten Maßnahmen herausgenommen werden. So oder so würde aber noch Geld übrig bleiben, das für weitere Maßnahmen eingesetzt werden könnte.

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