Hilden: Symphonie der Biotechnologie

Hilden: Symphonie der Biotechnologie

Wettbewerb: Das Hildener Unternehmen Qiagen ist am Dienstag als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden.

Hilden. Die ständige Entwicklung, Umsetzung und Verwertung neuer Ideen haben das Biotechnologie-Unternehmen Qiagen zum weltweiten Markt- und Technologieführer im Bereich der Proben- und Test-Technologien gemacht. Sie haben das Hildener Unternehmen aber auch zu einem "ausgewählten Ort im Land der Ideen" gemacht. Diese Auszeichnung wurde Qiagen am Dienstag im Rahmen der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler in der Unternehmenszentrale im Hildener Osten verliehen.

Vor allem eine Idee, die im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht wurde, hat die Preisrichter überzeugt: "Qiasymphony". Mit dieser vollautomatischen Apparatur hat Qiagen "eine neue Dimension der Molekularanalyse realisiert", sagte Burghard Rebmann, Leiter der Firmenkundengeschäfte bei der Deutschen Bank in Düsseldorf, in seiner Lobrede auf den Preisträger.

In der Musik bezeichnet der Begriff "Symphonie" (abgeleitet aus dem griechischen "zusammen" und "Klang") ein aus mehreren Sätzen bestehendes Stück, bei dem das Orchester dominiert. Dieses Zusammenspiel kennzeichnet auch das technische Produkt aus dem Hause Qiagen, das die Größe einer Tiefkühltruhe hat und so leicht wie eine Waschmaschine zu bedienen ist: Auf der einen Seite kommt die zu untersuchende biologische Probe hinein, auf der anderen Seite das fertige Ergebnis heraus.

Und wie beim Waschvollautomat muss der Nutzer zwischendurch nur noch einprogrammieren, wonach gesucht werden soll. Das können Krankheitserreger sein, aber auch DNA-Tests für die Kriminalpolizei oder den Vaterschaftstest. Selbst Doping-Sündern kann "Qiasymphony" auf die Schliche kommen.

Mit der unscheinbaren Apparatur hat Qiagen aber nicht nur eine neue Dimension der Molekularanalyse erreicht, er öffnet dem Unternehmen auch eine neue wirtschaftliche Dimension: Das rund 70000 Dollar teure Gerät, für das noch in diesem Jahr ein weiterer Baustein auf den Markt kommen wird, soll dazu beitragen, dass Qiagen nach den Worten von Finanzvorstand Roland Sackers beim Umsatz die Schallgrenze von einer Milliarde Doller anpeilt.

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