Hilden: Schlemmen in alten Mauern

Hilden: Schlemmen in alten Mauern

Unter dem Motto „Historische Orte des Genusses“ findet am Sonntag in einer Woche der Tag des offenen Denkmals statt.

Hilden. Ein besonderer Genuss ist der diesjährige Tag des offenen Denkmals in Hilden. Denn am Sonntag, 13. September, geht es nicht nur um die Geschichte historischer Gebäude in Hilden, sondern vor allem auch um die Köstlichkeiten die dort zum Teil produziert und serviert werden.

So startet der Tag um 10.15 Uhr mit einer Führung durch die Essenzfabrik Reinartz an der Lindenstraße 20. Dort werden seit 1906 Essenzen auf Fruchtbasis hergestellt, die heute beispielsweise als Grundstoff für Limonade und Wassereis verwendet werden. Karin Herzfeld von der Unteren Denkmalbehörde führt durch die Geschichte des Familienbetriebes.

Führungen werden auch in der historischen Kornbrennerei am Wilhem-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, angeboten. Jeweils um 14, 15 und 16 Uhr wird dort die Dampfmaschine gestartet, um den Besuchern zu zeigen, wie damals aus Korn Schnaps gebrannt wurde. Das Wilhem-Fabry-Museum und die Brennerei haben außerhalb der Führungen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Durchgehend von 11 bis 18 Uhr hat das Kückeshaus, Eisengasse 2 / Schwanenstraße12, geöffnet. Dort führt der Eigentümer durch das zweigeschossige Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert. Von 11 bis 16 Uhr ist auch das Fachwerkhaus Auf der Bech zu besichtigen. Es wurde im Jahr 1670 erbaut und gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden in der Stadt.

Sehenswert sind auch die die alten Gewölbekeller im Hackenhof an der Mittelstraße 68 bis 70. Unter dem vorderen Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert mit Neorenaissancefassade befinden sich zwei Gewölbe die durch einen kurzen Gang mit einander verbunden sind. Der Zugang erfolgt über den Innenhof. Von 12 bis 22 Uhr lädt zudem das ansässige Restaurant Olive in seine historischen Gasträume ein.

Eine Stärkung bietet auch das Feinkostgeschäft im Erdgeschoss des Fachwerkhauses an der Marktstraße 4. Dort führt Karin Herzfeld um 13 Uhr durch das Gebäude, das nach langem Leerstand von 2005 bis 2008 aufwändig saniert wurde.

Von besonderer Kunst- und baugeschichtlicher Bedeutung ist die um 1210 erbaute Reformationskirche. Sie hat nach dem Gottedienst ab 12.30 Uhr geöffnet. Führungen mit Vortrag finden dort um 13, 15 und 17 Uhr statt. Auch der Glockenturm kann besichtigt werden.

Um 15 Uhr erläutern dann Architekt Chistof Gemeiner und Karin Herzfeld die Sanierung und Gestaltung des Bahnhofes, der seit diesem Jahr in neuem Glanz erstahlt. Von 9 bis 24 Uhr lädt der Gastronomiebetrieb im Bahnhof zu traditionellen bergischen Spezialitäten ein.

Getreu dem Motto des diesjährigen Denkmaltages geben zudem die Briefmarkenfreunde eine Sondermarke mit dem Motiv der historischen Gaststätte Zur Krone heraus. Sie ist von 10 bis 17 Uhr im alten Rathaus, Mittelstraße 40, erhältlich.

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