Hilden: Kita Arche - Ein Kindergarten der Zukunft

Hilden: Kita Arche - Ein Kindergarten der Zukunft

Für 1,9 Millionen Euro wird die Kita Arche erweitert. Vor allem mehr Plätze für unter Dreijährige sollen so geschaffen werden.

Hilden. Mit einem Gong eröffnete Christiane Schulze, Leiterin der Arche, am Donnerstag den neuen Spielplatz der städtischen Einrichtung. Laut jubelnd nahmen die Kinder Rutsche, Klettergerüst und Schaukeln in Beschlag. "Jetzt haben wir ganz viel Platz zum Spielen", freut sich Tabea (6).

Und Platz wird in der Kindertagesstätte an der Schulstraße in Zukunft auch benötigt. Denn dort sollen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen bald rund 135 Kinder Platz haben. Damit ist die Einrichtung die größte in der Stadt. Die neue Spiellandschaft (Kosten: rund 100 000 Euro) ist nur der Anfang. Für 1,9 Millionen Euro werden zurzeit im angrenzenden Gemeindezentrum neue Gruppenräume gebaut. Den Verantwortlichen geht es vor allem um die Ausweitung der U-3 Betreuung. "Damit kommen wir dem vorgeschriebenen Deckungsgrad von über 30 Prozent ein großen Schritt näher", sagt Dezernent Reinhard Gatzke.

Doch bis die Kinder in die neuen Räumen einziehen können, wird es noch etwas dauern. Voraussichtlich im Mai, spätestens aber nach den Sommerferien 2010, soll aus dem alten Gemeindesaal ein lichtdurchfluteter Raum mit zwei Etagen werden. Stabile Stahlträger haben Bauarbeiter bereits als Stütze des Daches angebracht. Als nächstes wird die Bühne, auf der einst viele Aufführungen stattgefunden haben, abgerissen. "Ich habe in meiner Schulzeit schon selbst hier auf der Bühne gestanden. Und als es die Stadthalle noch nicht gab, wurde hier sogar richtig Theater gespielt", erinnert sich der technische Beigeordnete Horst Thiele.

An diese Zeiten erinnert jedoch heute kaum noch etwas, nur ein paar staubige Requisiten liegen noch neben jeder Menge Bauschutt herum. Dafür lässt sich bereits jetzt der Charme der neuen Räume erahnen. Die hohen Fenster und Stahlträger wirken in einer alten Fabrikhalle. Und der Loftstil ist gewollt.

Architekt Christof Gemeiner hat bereits der historische Waschkaue auf dem ehemaligen Vaillantgelände zu neuem Ganz verholfen. Er plant neben einer Kuppel aus Glas auch eine Rutsche, die von der ersten Etage ins Erdgeschoss führt. In der Mitte des Raumes soll eine Art "Dorfplatz" entstehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung