Hilden: High School statt Helmholtz

Hilden: High School statt Helmholtz

Im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms fährt Maximilian Gollor für ein Jahr in die USA.

Hilden. Maximilian Gollor blickt nach Westen. Im übertragenen Sinne - und noch nicht auf einen Punkt fixiert. Denn er weiß bisher nur, dass er als Stipendiat des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) in diesem Sommer nach Amerika aufbrechen wird. "Am 12. August geht es los", freut sich der 16-Jährige. Doch wohin ihn die Reise in die USA führt, weiß der Hildener Schüler bislang nicht. "Das wird hoffentlich bald bekannt gegeben", lacht er.

Einen speziellen Bundesstaat hat er nicht als Wunschkandidaten im Visier, allerdings fände er es toll "irgendwo hinzukommen, wo es wärmer ist als hier". Florida oder Kalifornien sind Sonnenstaaten. Aber da muss seine "Patentante" Michaela Noll abwinken. "Dahin führt der Weg der Austauschschüler selten." Ebenso wenig geht es in die Metropolen, eher in ländliche Regionen in Großstadtnähe, erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete, die neben der Patenschaft für Maximilian auch die Patenschaft für Jay Wilson - der Amerikaner ist seit vergangenem Jahr in Haan - übernommen hat.

"Ich bin gespannt und ein bisschen aufgeregt", bekennt er vor der großen Fahrt. Weniger vor dem Lernpensum an der High School ("der Stoff ist ja etwas leichter in Amerika"), sondern wie er Kontakte knüpft und Freude findet. Der Helmholtz-Gymnasiast beschreibt sich selbst als "aufgeschlossen und interessiert". An Selbstbewusstsein mangelt es ihm auch nicht. Als er im Bewerbungsverfahren um das PPP-Stipendium einen Gegenstand präsentieren sollte, der symbolisch für ihn ist, suchte er "eine kleine Holzleiter als Leiter zum Erfolg" aus.

Durch den Amerika-Aufenthalt verliert Maximilian kein Schuljahr - der begabte Schüler hätte jetzt ohnehin die elfte Klasse übersprungen. "Ich habe mich tierisch über die Zusage gefreut", erinnert er sich an die Mitteilung aus Berlin. Die Vorfreude überwiegt alles. Ein bisschen wehmütig wird er dann doch. "Dass ich meine Schwester, Eltern und alle meine Freunde vermissen werde, das weiß ich schon jetzt."

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