Hilden: Gute Ideen trotzen jeder Krise

Hilden: Gute Ideen trotzen jeder Krise

Der Hildener Unternehmer Bastian Jordan bewirbt sich beim Wettbewerb „Mutmacher der Nation“.

Hilden. Bastian Jordan (29) möchte "Mutmacher der Nation" werden. Das Beispiel der von ihm und Vater Rolf (60) vor sieben Jahren in Hilden gegründeten "Jordan Olivenöl GmbH" soll Mut machen, "eine gute Idee auch umzusetzen". Der Erfolg gibt ihm Recht: Aus seiner Geschäftsidee wurde eine Firma mit einem jährlichen Umsatz von heute 1,3 Millionen Euro.

Die Idee entstand auf der griechischen Insel Lesbos. Dort ließen sich die Großeltern von Bastian Jordan 1989 nieder. Auf ihrem Grundstück standen 100 Olivenbäume. Das ist nicht viel, reichte gerade für den Eigenbedarf. Mittlerweile sind es etliche Bäume mehr. Doch den Jordans kommt es nicht auf die Menge, sondern auf die Qualität an.

Die sprach sich schnell herum, nachdem sie eine Palette mit Olivenöl zum Verkauf in ihre Garage am Eichelkamp gebracht hatten. Von dort aus eroberte ihr Öl die Küchen von Spitzenköchen und Gourmets. Es gehört zum Besten vom Besten. Das belegen die regelmäßigen Auszeichnungen in Deutschland, England und sogar China.

Hausieren geht die Familie damit nicht. Selbst auf den Produkten steht kein Hinweis auf die Auszeichnungen. Die Jordans wollen mit dem Inhalt der Flaschen und Kanister überzeugen - und lassen deswegen auch mal einen Großkunden abblitzen. "Es gab Anfragen von Großmärkten, die wir nicht erfüllen konnten, weil wir solche Mengen in dieser Qualität nicht schaffen können", sagt der junge Unternehmer.

Dies allein macht ihn nicht zu einem Mutmacher. Bei dem vom Telekommunikationsverzeichnis "Das Örtliche" und zwei Handwerker-Magazinen ausgelobten Wettbewerb ist mehr gefragt. "In Krisenzeiten ist es wichtig, die Ärmel hochzukrempeln und Gas zu geben", sagt Jordan junior. So hat er es auch geschafft: Als sein Unternehmen gegründet wurde, "war gerade die Neue-Markt-Blase geplatzt".

Überall herrschte Unsicherheit. Davon habe sich die Familie nicht abschrecken lassen. Auch nicht von Bedenkenträgern im Bekanntenkreis. "Man muss nicht immer alles nach Schema F machen", kontert Jordan. Ungewöhnliche Wege seien gefragt. Auch darum will er persönlich "nächste Woche den Berlinern zeigen, wie unser Öl schmeckt" - bei einer Verköstigung im Kaufhaus des Westens.

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