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Grundschule Lerchenweg im bundesweiten Vorlesetag

Grundschule Lerchenweg im bundesweiten Vorlesetag

Die Grundschule am Lerchenweg stand am Freitag ganz im Zeichen des bundesweiten Vorlesetages — und das schon ab 7.30 Uhr.

Monheim. In dem „Snoezel-Raum“ (Kuschelraum) der Schule am Lerchenweg ist es fast mucksmäuschenstill. Die Kinder der Klasse 2c haben sich die Schuhe ausgezogen und es sich auf der großen Matratzenfläche in den unzähligen Kissen gemütlich gemacht. Jetzt lauschen sie gespannt der Geschichte von „Irgendwie Anders“, einem Wesen, das in einem Haus auf einem hohen Berg wohnt und, wie der Namen schon sagt, eben irgendwie anders ist.

„Wooow! Cooool!“ kommt es aus den Mündern, als sie mit großen Augen einen Blick auf die bunten Buchseiten werfen können. Neugierig hören sie Corinna Hartmann weiter zu, die den Kindern mit spannungsgeladener Stimme die zunächst etwas traurige Geschichte über das einsame Wesen ohne Freunde vorliest.

Am bundesweiten Tag des Vorlesens nahm die Schule am Lerchenweg wieder mit verschiedenen Leseaktionen teil. Bereits im vergangenen Jahr veranstaltete die Schule einen Vorlesetag, damals auf Idee einer Mutter und ganz schnell innerhalb einer Woche organisiert. „In diesem Jahr hatten wir mehr Vorbereitungszeit“, sagt Mo.Ki-Sozialpädagogin Corinna Hartmann. Schon um 7.30 Uhr begann der Vorlesetag mit einer Frühschicht. Rund 40 Eltern und Kinder versammelten sich in dem gemütlichen Raum im Keller und lauschten der geübten Vorleserin.

Insgesamt sechs feste Vorleser wurden gebucht, darunter auch die Drittklässlerin Mia Tilkov, die ihre Vorlesestunde aufgrund von Krankheit leider verschieben musste. Nicht nur im bequemen „Snoezel-Raum“, sondern auch in den einzelnen Klassen wurde fleißig gelesen. „Lesen und auch Vorlesen verbindet einfach unglaublich und macht richtig viel Spaß“, so Hartmann.

Die Buchauswahl konnte dabei jeder selber treffen. „Ich habe mir nur Bücher ausgesucht, mit denen ich auch etwas verbinde“, begründet sie die Auswahl. Die meisten habe sie ihren eigenen Kindern früher vorgelesen. „Ich finde es sehr schade, dass manche Kinder das Vorlesen von Zuhause nicht kennen.“ Deswegen waren auch die Eltern eingeladen, sich vorlesen zu lassen. „Eine Mutter hat erst dann bemerkt, wie schön es ist, vorgelesen zu bekommen“, sagt Hartmann. Gerade Kinder, die selber nicht gerne lesen, können so an Bücher herangeführt werden.

Damit es nicht bei einem einmaligen Lesevergnügen bleibt, besuchen alle Klassen der Lerche einmal in der Woche die Schulbücherei. „Hier können sie sich Bücher angucken und auch richtig anfassen, um sich mit dem Material vertraut zu machen.“

„Noch eine Geschichte!“ ruft die 2c als „Irgendwie Anders“ am Ende des Buches endlich einen Freund gefunden hat. Vorleserin Corinna Hartmann stöbert in ihrer Bücherauswahl und holt die Geschichte von Swimmy dem Fisch hervor. Dann beginnt sie, wie noch häufiger an diesem Tag, zu lesen.