Frank Gennes ist nicht länger Stadtbeauftragter für den NABU in Monheim

Monheim : Naturpädagoge legt sein Amt nieder

Nabu-Kreisverband sucht einen Nachfolger für den Stadtbeauftragten Frank Gennes.

Wer Frank Gennes schon einmal dabei beobachtet hat, wie er zum Beispiel entkräftete Fledermäuse aufpäppelt, erlebt einen Naturpädagogen, der mit Herz und Seele bei der Sache ist. Wenn irgendwo eine Sumpfschildkröte oder Echse geborgen werden muss, ist er ebenfalls sofort zur Stelle. Das wird er auch weiterhin sein, doch den Vorsitz als Stadtbeauftragter des Naturschutzbundes (Nabu) Monheim legt der 52-jährige ab sofort nieder.

Vor genau sechs Jahren ist er zu dieser ehrenamtlichen Aufgabe berufen worden. Der Kreisvorstand in Mettmann werde demnächst einen Nachfolger benennen. Wer das ist, sei noch nicht spruchreif, sagt Gennes. Als Grund nennt der Tierschützer, er „möchte jetzt ein eher lockeres Konzept fahren“ und sich „mehr international engagieren“. Beispielsweise seine Kontakte zu Zoos ausbauen.

Die hat der im Ruhrgebiet – „ohne Garten“ – aufgewachsene Gennes schon als kleiner Junge geknüpft. „Ich bin quasi in den Zoos groß geworden“, merkt er schmunzelnd an. „Ich war damals ein Fan des Verhaltensforschers und Zoologen Prof. Bernhard Grzimek“, fügt er hinzu. „Und, ich habe viele Berichte über Artenschutz im Fernsehen gesehen.“ Das hat den Grundstein gelegt, der bis heute sein Leben prägt. Gennes studierte in den 1990er Jahren Sozialpädagogik, die Erlebnispädagogik kam langsam dazu. Als er 2011 mit seiner Familie von Wuppertal nach Monheim zog, arbeitete er in der Umweltbildung an Schulen und Kindergärten und in Monheim als pädagogischer Leiter des Abenteuerspielplatzes. Den Naturschutz hat er in der Stadt seit 2013 neu aufgebaut, damals existierte keine ehrenamtliche Gruppe mehr. Er lud jeden Monat zu Ortsgruppentreffen ins Bürgerhaus ein, später auch zu Arbeitsgemeinschaften. 20 Aktive gibt es jetzt. Damit seien die Monheimer, laut Vorstand in Mettmann, die größte und aktivste Gruppe im Kreis. Wie es mit der Gruppe weitergehe stehe noch nicht fest. „Einige von ihnen suchen neue Wege, um sich für den Artenschutz zu ­engagieren.“ pc

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