Fest an der Hauptstraße: Baumberger feiern ihren Stadtteil

Monheim : Die Baumberger feiern ihren Stadtteil mit lebhaftem Fest

„Kommt raus, feiern!“ hieß es, und die Anwohner kamen zahlreich.

Unbeirrt vom Rummel um ihn herum nimmt der siebenjährige Jan Maß, schiebt schwungvoll seine Bowling-Kugel an – und alle Pins purzeln geräuschvoll auseinander. Der Lohn: ein Griff in den Süßigkeiten-Eimer. „Sportliche Sachen gefallen ihm besonders gut“, erzählt sein Vater Burkhard Adelskamp, während der Spross schon längst gegenüber der kleinen Bowlingbahn Dartpfeile auf Luftballons wirft.

Besonders Familien mit Kindern kommen beim gestrigen Baumberger Hauptstraßenfest auf ihre Kosten: Sie basteln ihre eigenen Römermedaillen, lassen sich schminken oder überwinden einen kleinen Bewegungsparcours. Und im Pavillon der Kunstschule Monheim bemalen Mädchen und Jungen mit Hilfe von Schablonen ihre eigenen Turnbeutel mit Motiven wie Seepferdchen, „Peace“-Zeichen oder Früchten. „Auch die Erwachsenen machen gerne mit“, erzählt Kunstschul-Leiterin Katharina Braun.

„Die Baumberger sind lokalpatriotisch und machen gern mit, wenn es etwas zu feiern gibt“, freut sich Citymanagerin Romy Klaubert, und lobt: „Jeder Gastronom bietet etwas an, alle sind höchst motiviert.“Das kann Sonja Seemann bestätigen: Vor ihrem Kosmetiksalon „Creme-Töpfchen“ bietet sie Cocktails an. „Wir haben allerdings auch über Glühwein nachgedacht“, spielt sie auf das kühle und sehr wechselhafte Wetter am Sonntag an.

Besonders für Kinder gab es
ein vielseitiges Angebot

Dem trotzen jedoch viele Besucher, schlendern von Stand zu Stand und verfolgen vor der Bühne die Auftritte verschiedener Bands. Mittendrin: Lasso-Künstler Francesco Martini. Der mehrfache Deutsche Meister im „Trick-Roping“ wandelt hoch oben auf Stelzen in Cowboy-Aufmachung durch die Straße, bietet einen Lasso-Workshop an und zeigt seine Fertigkeiten in einer Westernshow. „Es ist eine tolle Sache, dass das Angebot für Kinder so umfangreich ist“, lobt Familienvater Burkhard Adelskamp. So ein Ereignis in der direkten Nachbarschaft dürfe man sich nicht entgehen lassen.

Auch für die Kundenbindung sei das Fest wertvoll, betont Sonja Seemann, und lobt auch das Miteinander zwischen den Einzelhändlern bei den Arbeiten rund ums Fest: „Man hilft sich gegenseitig“, sagt sie, und bekräftigt: „Wir sind eine gute Gemeinschaft.“

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