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Fertiger Kradepohl begeistert die Monheimer

Fertiger Kradepohl begeistert die Monheimer

Die Bauarbeiten an dem Platz in der Altstadt dauerten fast ein Jahr. Gestern wurde er mit einem großen Fest wiedereröffnet.

Monheim. Nach fast einjähriger Umbauzeit ist der Kradepohl fertig. Das wurde gestern bei schönstem Sommerwetter gefeiert. Das vorläufige Ergebnis des umgestalteten Platzes mit zwei verlängerten Sichtachsen zwischen Parkanlage, Brunnen und der evangelischen Kirche kam bei Besuchern, Anwohnern und Mitwirkenden sehr gut an. Der Presbyteriums-Vorsitzende Kurt Holz, Pfarrer Falk Breuer und Vize-Bürgermeister Lucas Risse sahen bei einem Plausch am Brunnen jedenfalls viele zufriedene Gesichter um sich.

„Das ist ganz toll geworden“, lobte Regina Franklin. Ohne Mäuerchen und Zaun sei der Platz vor der Kirche nun einladend. Auf das bald grün-rötlich gefärbte Blätterkleid der neu gepflanzten Bäume freue sie sich besonders. „Und wenn die groß sind, dann spenden sie auch mehr Schatten, wie die Bäume davor“, merkte Sigfried Thoms an. Er begrüßte die Neuerungen für ein moderneres und einladendes Stadtbild. Dass die Kirche an der Umgestaltung des Kradepohl mit einbezogen wurde, hoben die Sitznachbarn hervor. „Es ist erfreulich und ein gutes Zeichen, dass sich die christlichen Kirchen noch mehr öffnen“, sagte etwa Walter Klomp.

Auch die Parkanlage gegenüber, mit frisch ausgelegtem Rollrasen, etwas Schotter, der alten Eiche und dem modernisierten Brunnen gefiel Besuchern, die sich unweit davon tummelten, sehr gut, auch Gisela Busch. Viele kritische Stimmen hätte sie zum neuen Brunnen gehört, doch sie gibt sich experimentierfreudiger: „Ich finde, man muss abwarten, wie sich etwas entwickelt und nicht von vorneherein alles schlecht reden.“ Altes und neues zu verbinden, sei immer schwierig, urteilte ihr Lebensgefährte. Aber dass die Kirche sich mehr ins Gesamtbild einfüge und nicht abschotte, sehe auch er sehr positiv. „Als einzige Anregung würde ich bei der nächsten Umgestaltung aber dazu raten, ein anderes Pflaster zu legen, denn das ist für Rollstuhlfahrer nicht optimal“, urteilte Busch.

Tatsächlich wurden die gebrochenen Grauwacken — zumindest vor dem Treppenaufgang zur Kirche — abgesägt. So sollen Rollstuhlfahrer zum Gotteshaus gelangen können ohne durchgeschüttelt zu werden. Die anderen Steine sollen nachgebessert werden, berichtete Kirchmeister Jochen Kaufmann. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Umsetzung. „Als Kirchengemeinde sind wir froh, dass wir im Vorfeld von der Stadt einbezogen wurden.“

Voll des Lobes war auch Torsten Schlender, Feuerwehrchef und zudem Geschäftsführer der Altstadtfunken: „Die optische Gestaltung des Platzes gefällt mir wirklich sehr gut.“ Seine Altstadtfunken gründeten sich vor 90 Jahren zwischen Eiche und Brunnen. Der jetzt noch fehlende Traditionsbaum soll zum Schürefest übernächstes Wochenende wieder stehen.