Einzelhandelsbilanz fällt gemischt aus

Einzelhandelsbilanz fällt gemischt aus

Einige Händler freuen sich über volle Kassen, für andere war das Weihnachtsgeschäft aber nicht so gut wie erhofft.

Langenfeld. Wer in den vergangenen Wochen in der Innenstadt unterwegs war, wird meinen, dass sich die Umsätze der Einzelhändler überschlagen haben müssen — so voll waren die Straßen in der vorweihnachtlichen Einkaufszeit. Ob in der Stadtgalerie, in der Schoppengasse, im Marktkarree oder auf der Hauptstraße — vor allem an den Wochenenden wimmelte es vor kaufwilligen Passanten.

Nun ist die Hektik vorüber und alle Geschenke sind verteilt — Zeit zu fragen, wie das Geschäft des Einzelhandels vor Weihnachten gelaufen ist. Was sagen die Zahlen, wurden die Erwartungen der Einzelhändler in der Innenstadt erfüllt?

Die Bilanz der verschiedenen Interessengemeinschaften (IG) von Einzelhändlern in der Stadt fällt unterschiedlich aus — nicht überall war das Weihnachtsgeschäft ein voller Erfolg. So hatten vor allem die Einzelhändler in der Stadtgalerie mit einem besseren Umsatz gerechnet.

Denn obwohl die Besucherfrequenz im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, konnte in Sachen Umsatz kein entsprechender Anstieg verzeichnet werden. „Das Weihnachtsgeschäft hat schleppend angefangen. In den vergangenen beiden Wochen ist es zwar besser geworden, aber die Erwartungen der Einzelhändler wurden nicht vollends erfüllt“, berichtet Nadine Schorn, Sprecherin der IG Stadtgalerie.

Das nachweihnachtliche Geschäft, wenn die Leute mit ihren Geldgeschenken in die Stadt ziehen, stehe ja aber auch noch an. Hierzu gebe es noch keine Zahlen.

Dass die erste Hälfte des Weihnachtsgeschäfts die Kassen noch nicht ununterbrochen klingeln ließ, bestätigt auch die Sprecherin der IG Hauptstraße, Hiltrud Markett: „In den ersten beiden Wochen fliegen die Langenfelder gewöhnlicherweise nach Düsseldorf oder Köln aus.“ Dieses Jahr sei es jedoch von Vorteil gewesen, dass der erste Advent ein verkaufsoffener Sonntag gewesen sei. Das habe bei vielen einen guten Anklang gefunden.

Trotzdem kann Markett keine große Veränderung zum Vorjahr erkennen. „Unsere diesjährige Bilanz fällt eigentlich so wie immer aus, im Wesentlichen ist sie gut.“ In ihrer eigenen Buchhandlung Markett bemerkte sie allerdings eine Trendwende: „Das normale Buch wird wieder mehr gekauft“, sagt sie.

Und auch Karsten Mazaneck hat allen Grund zur Freude. Der Centermanager des Marktkarrees verzeichnet nicht nur eine höhere Besucherfrequenz als im vergangenen Jahr, sondern auch höhere Umsätze der verschiedenen Einzelhändler.

Er schlussfolgert: „Die Langenfelder merken immer mehr, dass sie in ihrer Stadt alles bekommen. Durch die große Vielfalt, die der Langenfelder Einzelhandel mittlerweile zu bieten hat, brauchen viele Leute gar nicht mehr nach Düsseldorf oder in andere große Städte fahren.“

Und so soll es auch weitergehen. Die Aussichten sind jedenfalls nicht schlecht, denn schon wieder hat sich ein Geschäft angeschlossen. Am 17. Dezember eröffnete „Tiger-Hobby“ seine Pforten im Marktkarree, die neue Spielwiese für Tüftler und Technikfans im Bereich Modellbau. „Von Anfang an läuft der Laden super. Da ist richtig was los“, sagt Karsten Mazaneck.

Mehr von Westdeutsche Zeitung