Der Sparkasse geht es gut

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Geldinstitut einen Gewinn in Höhe von 3,3 Millionen Euro.

Langenfeld. Längst nicht bei allen Geldinstituten dürfte der Vorstand die Jahresbilanz 2012 mit solcher Zufriedenheit vorlegen, wie es am Mittwoch Dirk Abel und Stefan Noack taten. Sie sind die beiden führenden Männer der Stadtsparkasse Langenfeld. „Die Sparkasse blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und optimistisch in die Zukunft“, so der Tenor.

„Eine Kreditklemme ist kein Thema. Bei uns werden die mittelständische Wirtschaft und die Häuslebauer mit den notwendigen Krediten bedacht“, versichert Abel und nennt insgesamt 150 Millionen Euro als Ausleihsumme im vergangenen Jahr. Sie dienten unter anderem der Finanzierung von 328 Wohneinheiten. Die Kundeneinlagen nahmen um 20 Millionen Euro zu, während Sparkassenbriefe und Spareinlagen angesichts des niedrigen Zinsniveaus um 16 Millionen Euro zurückgingen. Dennoch wurden den Kunden 23,2 Millionen Euro Zinsen vergütet.

Die Bilanzsumme stieg um 77 Millionen Euro (plus 5,5 Prozent) auf 1,473 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss kann sich sehen lassen: Mit 3,3 Millionen Euro lag er im Bereich des Vorjahrswertes von 3,5 Millionen Euro. Dabei blieb auch die heimische Sparkasse von den negativen Auswirkungen, die West-LB oder Landesbank Berlin verursacht haben, nicht verschont. Mit 900 000 Euro belastete die West-LB und mit 1,2 Millionen Euro die Landesbank Berlin nach Angaben der Sparkasse das Jahresergebnis. Ob von den 3,3 Millionen Euro Gewinn die Stadt — wie in deren Etatentwurf festgehalten — 1,5 Millionen Euro zur Deckung ihres Haushalts in Anspruch nehmen wird, ist noch Gegenstand von Verhandlungen.

Weiter verbessert wurde der Kundenservice: Nachdem in den Filialen an der Hardt und in Richrath Geldautomaten für Ein- und Auszahlung, die vor allem von Geschäftsleuten genutzt werden, so positiven Anklang fanden, wurde im vergangenen Jahr die Hauptgeschäftsstelle ebenfalls mit einem solchen Gerät ausgestattet.

Doch auch die jungen Kunden werden nicht aus dem Blick verloren: Nachdem bereits ein „Sparen für den Führerschein“ viel Anklang fand, gibt es nun für die Altersgruppe von elf bis 18 Jahren das Jugendportal www.mehrdrauf.de mit Ausbildungs- und Finanztipps. Dass die Sparkasse im vergangenen Jahr mehr als 500 neue Kunden gewinnen konnte, wird nicht zuletzt auf die Anreize für die Jugend zurückgeführt. 2012 wurde die Sparkasse vom Wirtschaftsmagazin Focus Money erneut als beste Bank der fünf in Langenfeld untersuchten Geldinstitute ausgezeichnet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung