Langenfeld/Monheim : Corona bremst die Kommunalpolitik aus

Viele Parteien mussten ihre Aufstellungs-Versammlungen coronabedingt verschieben. Die Wahlämter warten auf Vorgaben vom Land zu Vorsichtsmaßnahmen.

Die Monheimer CDU hat Glück gehabt. Am 13. März hat sie ihre Versammlung abgehalten und die Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September bestimmt. „Danach kam der Corona-Shutdown“, sagt Lars van der Bilj, Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten in Monheim. „Der Rahmen für das Wahlprogramm steht in groben Zügen. Aber wir warten ab, was in den kommenden Ratssitzungen passiert, um auf diese Punkte noch einzugehen“, fährt er fort. Die Listen mit den Kandidaten für die einzelnen Wahlbezirke (20) sind beim Wahlamt bereits eingereicht. „Die Aufstellung der Kandidaten für den Kreistag läuft noch“, sagt van der Bijl.

Weniger Glück hatte die CDU Langenfeld. Sie wollte am 18. März ihre Kandidaten aufstellen, musste den Termin aber coronabedingt verschieben. Jetzt sollen am Mittwoch, 27. Mai, unter den gebotenen Hygienebedingungen die Listen für die 22 Wahlbezirke festgezurrt werden, kündigt Dr. Barbara Assmann, Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, an. „Etwa ein Drittel der Kandidaten ist neu“, sagt sie. Damit verjünge sich die Partei. Die Bürgermeisterfrage sei bereits geklärt. Amtsinhaber Frank Schneider stellt sich erneut zur Wahl.

Bis zum 16. Juli (eine Verlängerung ist angedacht) müssen Parteien ihre Kandidaten melden. In Monheim hat neben der CDU auch die Peto bereits ihre Kandidaten für die Wahlbezirke aufgestellt. Daniel Zimmermann ist als Bürgermeisterkandidat bestätigt. „Aufgrund der vielen Wahlgänge ist ein weiterer Parteitag notwendig, der Anfang Juni stattfinden wird“, erklärt Peto-Vorsitzende Lydia Hannawald.

Anfang Juni soll die Monheimer
Stadtratsliste aufgestellt werden

Dann soll die Stadtratsliste aufgestellt werden. Verabschiedet wurde das Wahlprogramm. Hauptthemen sind ‚Klimaschutz und Nachhaltigkeit‘, ‚Inklusion und Integration‘, ‚Familienfreundlichkeit‘, ‚Wirtschaftsförderung‘, ‚Förderung von Kultur und Tourismus‘ sowie ‚Innenstadtumbau und ­Einzelhandel‘.

Das Monheimer Wahlamt ist aktuell dabei, die 20 Wahllokale und elf Briefwahllokale mit den dafür benötigten Wahlvorständen zu besetzen. „Dafür suchen wir rund 288 Helfer“, sagt Wahlleiter Roland Liebermann, Erster Beigeordneter der Stadt. Er rechnet mit zehn Helfern pro Wahllokal und acht pro Briefwahllokal. Noch vor den Sommerferien soll das Team für den 13. September stehen. „Augenblicklich gehen wir von einer Wahl zum bestehenden Termin aus“, so Liebermann. Er vermutet, dass der Anteil der Briefwähler im Vergleich zu den vorherigen Wahlen höher ausfallen wird.

Das sieht auch Sabrina Meyer so, die in Langenfeld die Kommunalwahl vorbereitet. „Noch gibt es keine offiziellen Regelungen vom Land, was Corona betrifft“, sagt sie. Pro Wahlbezirk gebe es zwei Stimmbezirke. Dafür benötige man Helfer. „Obwohl wir noch keinen Aufruf gestartet haben, gibt es schon freiwillige Meldungen“, sagt sie. In Langenfeld hat lediglich die FDP bereits ihre Vorschläge eingereicht. Die Liberalen haben dazu schon im Februar getagt. Auf den ersten Plätzen stehen Frank Noack, Beate Wagner und Mirko Bange. Moritz Körner, EU-Abgeordneter und Ortsvorsitzender, ist zuversichtlich und setzt in Coronazeiten auf digitalen ­Wahlkampf.