CDU-Chef erklärt sein „Schwarzwald-Zitat“

CDU-Chef erklärt sein „Schwarzwald-Zitat“

Die Äußerung gegen die Bürgerinitiative sei der „Hitze des Gefechts geschuldet“.

Langenfeld. Nach dem offenen Brief der Bürgerinitiative an den Bürgermeister, in dem Sprecher Andreas Menzel sein Missfallen über die Aussage des CDU-Chefs Jürgen Brüne äußert, nimmt nun Brüne Stellung — ebenfalls in einem offenen Brief. Der Fraktionsvorsitzende hatte in der vergangenen Ratssitzung die Bürgerinitiative „Erhalt der Locher Wiesen“ und deren Internetseite zitiert und hinzugefügt: „Wenn es Leuten so gar nicht in Langenfeld gefällt, sollen sie doch in den Schwarzwald ziehen.“

„Ich möchte doch mal versuchen, mein Schwarzwald-Zitat, das mir unter anderem von Ihnen zum Vorwurf gemacht wird, zu verdeutlichen“, schreibt Brüne nun. „Im Zusammenhang mit der Diskussion rund um die Anfrage der BGL-Fraktion bezüglich der Locher Wiesen und dem damit zusammenhängenden Bebauungsplan gab es einen verbalen Schlagabtausch mit dem politischen Mitbewerber, in dem wir als CDU-Fraktion — respektive ich als Vorsitzender — manche öffentliche Darstellung im Internet sowie mit Handzetteln kritisiert habe. Genau und ausschließlich in diesem Zusammenhang — nicht in Bezug auf Bürgerinitiativen im Allgemeinen — habe ich auf deren Internetseite Bezug genommen und das Zitat vom Schwarzwald gebracht“, führt Brüne aus.

Damit habe er sich „einzig und allein gegen die negative Online-Darstellung eines Langenfelder Stadtteils“ wehren wollen. „Weder war es meine Absicht, berechtigte Beschwerden im Besonderen (Reusrath, Locher Wiesen) noch die wichtige Arbeit von Bürgerinitiativen im Allgemeinen zu diskreditieren“, schreibt er. Letzten Endes sei seine Äußerung nach mehreren Verbalauseinandersetzungen aber auch „der Hitze des Gefechts geschuldet“.

Die CDU-Fraktion habe immer regelmäßig den Kontakt und die politische Auseinandersetzung mit allen Bürgerinitiativen — egal um welches Thema es ging - geführt — gesucht. Und das wird auch so bleiben“, schreibt er. arn

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