Budenstadt belebt das Geschäft

Der verkaufsoffene Sonntag in Monheim und die Buden in der Altstadt zogen viele in die City.

Monheim. Viele kamen und schauten — einige kauften. So könnte man das Ergebnis des verkaufsoffenen Sonntags zusammenfassen. Wer am Nachmittag zu einem Bummel über den gemütlichen Weihnachtsmarkt in der Altstadt aufbrach, der schaute gleich mal in die geöffneten Läden, informierte sich und stellte Fragen zu den Produkten. Sabine Zimmer aus Köln genoss den entspannten Einkauf in der Kleinstadt. „Ganz anders als diese Hektik in der Kölner Innenstadt“, sagte sie. Bei Deko-Queen an der Krischerstraße fand sie ausgefallene Sofakissen als Geschenk für ihre Eltern.

Auch wenn die Kassen an der Krischerstraße seltener klingelten als unmittelbar am Weihnachtsmarkt an der Turmstraße waren sich die Händler einig: Verkaufsoffene Sonntage müssen sein. „Wenn keine Kunden im Geschäft sind, nutze ich die Zeit und fertige Einlagen an“, sagte Jürgen Prinz von Schuhtechnik Prinz, der lange Jahre Vorsitzender der Werbegemeinschaft war. „Für Monheim und den Einzelhandel hier sind die verkaufsoffenen Sonntage enorm wichtig. Schon als Reklame“, betonte Prinz und nahm die fünf Stunden zusätzliche Arbeitszeit gerne in Kauf.

Beim benachbarten Elektrogeräte-Händler Expert Hoffmann hatte Filialleiter Dirk Fleschenberg statt acht Leuten gestern sogar 15 im Verkauf. „An solchen Tagen generieren wir Umsätze, die uns durchs ganze Jahr bringen.“ Es sei durchaus nicht nur die Neugier, die Kunden in sein Geschäft locke. „Da steckt auch viel Kaufwillen dahinter.“ Zudem lockte Expert Hoffmann gestern mit 15 Prozent Rabatt auf alle Geräte, die mit Kaffee zu tun haben; sowie mit Gratis-Service für alle, die an diesem Sonntag etwas kauften.

„Wenn die Türen auf sind, kommen auch die Kunden“, sagt Silke Sinell , die seit acht Jahren an der Krischerstraße in ihrem Geschäft Deko-Queen schöne Dinge anbietet, die sich rund um Mode, Schmuck und Wohnaccessoires drehen. Allerdings berichtet sie, wie die anderen Geschäftsinhaber auch: „Beim Martinsmarkt war mehr zu tun, weil der direkt vor der Tür stattfand.“

Im Sanitätshaus Buchbender an der Alten Schulstraße warteten Beate Schultheis-Wennemann und Margit Conzen-Münch auf Kunden. Claudia Kraft aus Monheim hatte sich zum Spontankauf entschlossen. „Ich nutze die Gelegenheit“, sagt sie.

„Leider gibt es die Herren schon lange nicht mehr, die als Weihnachtsgeschenk Dessous für ihre Frauen kaufen“, sagt Schultheis-Wennemann. „Eigentlich sehr schade, auch für die Männer, die sich doch so auch selbst ein Geschenk machen könnten.“ Beide Damen fänden es übrigens besser, wenn der Weihnachtsmarkt demnächst bis zur Eisbahn hochgezogen würde. „Dann wäre es hier bei uns auch ein bisschen belebter“, erklärten sie. Entspannt bummelten auch viele Auswärtige über den gemütlichen Weihnachtsmarkt mit seinen 50 Holzbuden vor heimeliger Altstadtkulisse, den der Treffpunkt Monheim aufs Feinste organisiert hatte. Es war viel hochwertiges Selbstgemachtes zu finden.

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