Baumberger Bürgerhaus: Karneval im Oktober

Baumberger Bürgerhaus: Karneval im Oktober

Bei einem Vorstellabend wurde am Samstagabend bereits die fünfte Jahreszeit eingeleitet.

Baumberg. Es ertönte kaum ein Helau oder Alaaf und trotzdem war es Karneval. Kurz vor Beginn der fünften Jahreszeit übten zahlreiche Jecken im Bürgerhaus in Baumberg am Samstagabend schon mal das Feiern. Beim Vorstellabend zeigten junge Künstler aus der Region, was sie dem Publikum in der kommenden Session bieten werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Regionalverband Rheinland der Föderation Europäischer Narren, kurz FEN. Der Arbeitskreis Baumberger Karneval unterstützte sie dabei. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, freute sich die Präsidentin der FEN. Denn schon vor einiger Zeit fand der Vorstellabend in Baumberg statt. Mitglieder verschiedener Vereine wie der Gromoka, der Kin Wiever und des Freundeskreis Baumberger Jecke, aber auch viele Privatpersonen besetzten die zahlreichen Stuhlreihen im Bürgerhaus.

Insgesamt 15 Künstler und Gruppen traten an dem Abend ohne Gage auf. Darunter auch einige alte Hasen, wie zum Beispiel die Giottos. „Was die Mädels können, können wir schon lange“, dachten sich acht Männer aus Bergheim-Fliesteden und gründeten 1998 schließlich das Männerballet.

Als Matrosen und Piraten, als Hänneschen und Bärbelchen, im rosaroten Prinzenkostüm oder als Sambatänzerin — die Männer boten in 15 Minuten eine Tanz- und Verkleidungsshow vom Feinsten.

Die Frage, wieso sich Männer als Frauen verkleiden, konnte der Moderator nach dem Auftritt beantworten: „Weil sie es können!“ Schneller als jede Frau wechselten die Herren das Outfit. „Das kann man sich für zu Hause manchmal nur wünschen“, wurde es lachend kommentiert. Trainiert werden die Männer freilich von zwei Frauen.

Auch „Die Flöckchen“ sind im Karneval nicht unbekannt. Die Pfundskerle aus Bergisch Gladbach brachten neben ihrem kölschen Original des vor allem als Ballermann-Hit bekannten „Schätzje, schenk m’r e Foto“ auch zum ersten Mal den Nachfolger ihres Hits. In „Schätzje, schenk m’r ding Hätzje“ fordern Uwe Kraus und Markus Kierdorf nach dem Foto nun auch das Herz der Dame.

Doch nicht nur Tanz und Gesang wurde dem Publikum geboten. Der Leo und Susi Jeckeschoss stellten sich in die imaginäre Bütt und brachten das Publikum mit Geschichten aus ihrem Leben zum Lachen. „Wir versuchen immer, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen, das auch zur Region passt“, so FEN-Präsidentin Roswitha Peters. „Hier gehören Musik, Tanz und Redner einfach zum Karneval dazu.“

Für Andreas Beginn, Pressewart des Arbeitskreises Baumberger Karneval (ABK), ist ein solcher Vorstellabend eine tolle Gelegenheit: „Es ist schön, dass man hier einen Einblick bekommen kann, welche Künstler man für die kommenden Sessionen vielleicht buchen könnte.“

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