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Bauarbeiten am Rathaus-Center: Freud und Leid im Handel

Bauarbeiten am Rathaus-Center: Freud und Leid im Handel

Die Bauarbeiten im Eingangsbereich zwischen Center und Busbahnhof haben begonnen. Aber im Monheimer Tor kocht Ärger hoch.

Monheim. Die gute Nachricht zuerst: Der Eingangsbereich vom Busbahnhof ins Rathaus-Center, der seit Monaten geschlossen ist, wird nun umgebaut. Entsprechende Arbeiten haben begonnen. Seit der Neugestaltung des Busbahnhofs war ein Gefälle von einem Meter zum Center entstanden, dass jetzt angepasst wird.

Laut Matthias Ulrich, Manager des Rathaus-Centers I, kostet das die Eigentümerin Ziag 400 000 Euro. Bis August soll der dann auch größere Eingangsbereich fertig sein. Die Bürger wird es freuen. Denn dann können sie auch ohne Umwege vom Center ins Monheimer Tor.

Mit der Umgestaltung soll auch der aktuelle Leerstand neben dem Eingang, dort war vorher eine Taxizentrale, aufgepeppt und dann wieder vermietet werden. „Da werden sich bestimmt Interessenten finden“, ist Ulrich sicher.

Überhaupt gibt sich der Center-Manager gut gelaunt — auch mit Blick auf die Tiefgarage. Die wird stark genutzt. Denn viele meiden das Parkdeck des Monheimer Tores, obwohl sie dort bummeln wollen. Im Center sind die ersten zwei Stunden kostenlos. Damit wird gepunktet.

„Da ist ohne Not ein Fehlstart hingelegt worden“, gibt es in Reihen der städtischen Wirtschaftsförderung nur Kopfschütteln mit Blick auf das Parkdeck des Monheimer Tores. Denn die ersten Monate seit der Eröffnung war das parken kostenpflichtig beziehungsweise nur ab einer gewissen Höhe des Einkaufs bei Edeka frei. Das hat sich inzwischen geändert.

„Nur leider hat das kaum einer mitbekommen. Wir haben einen enormen Imageschaden. Die Umsätze sind zur Zeit unterirdisch. Das ist versemmelt worden“, sagt Heinz Hövener. Er betreibt den Edeka-Markt im Monheimer Tor. Der hat die stolze Verkaufsfläche von 1900 Quadratmetern. Allerdings bleibt laut Höveler die Zahl der Kunden weit hinter den Erwartungen zurück.

Für ihn liegt das eindeutig daran, dass die Situation mit dem Parkdeck viel zu kompliziert ist. Zwar sind nun die ersten 90 Minuten frei, aber das Ticket muss in einem der Geschäfte im Monheimer Tor — nun ohne Kaufzwang — entwertet werden. „Mich trifft das ganze Hickhack besonders.

Ich bin überwiegend auf Kofferraumkunden angewiesen. Aber genau die fehlen zur Zeit.Und wer in der Center-Tiefgarage parkt, der schleppt nicht die Einkaufsbeutel vom Monheimer Tor dahin. Der bleibt dann gleich im Center“, so Hövener.

Der Geschäftsmann ist nicht gut zu sprechen auf Sontowski & Partner. Das Erlanger Unternehmen ist der Investor des Monheimer Tores. „Und die müssen die Nutzung des Parkdecks noch einfacher machen. Aber irgendwie wollen die das nicht kapieren“, kritisiert Hövener. Bei Sontowski & Partner in Erlangen war am Freitag niemand zu erreichen.