Auf A59: Langenfeld wird besser ausgeschildert

Langenfeld : A 59: Langenfeld wird wieder sichtbar

Trotz gutem Autobahn-Anschluss ist die Beschilderung noch nicht ideal und weiter ausbaufähig.

Der entfernte Ortsname auf dem Hinweisschild an der A 59-Abfahrt Monheim, von Köln/Leverkusen kommend, soll wieder aufgetragen werden und deutlich auf Langenfeld hinweisen. Das teilt Stadtsprecher Andreas Voss mit. Im Gegensatz zu all den schwierigen Themenfeldern, die die Stadt Langenfeld regelmäßig mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW immer wieder hartnäckig austrage, „ist das eine positive Nachricht seitens Straßen NRW“, kommentiert der Stadtsprecher die Wiederherstellung von Langenfelds Auftritt an der A 59.

Bürgermeister Frank Schneider hatte im Januar beim Landesbetrieb diese Beschilderung beantragt. Die Veränderungen an der A 3 wurden vom Verkehrsministerium abgelehnt.

Bürgermeister Frank Schneider will an dem Thema dran bleiben

Die Begründung: Die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Straße ließen dies nicht zu. Deshalb soll der Verkehr zur Entlastung der A 3 über die Anschlussstelle A 542 Richtung Langenfeld abfließen. Für die A 3-Abfahrt Solingen/Wiescheid hatte die Stadtverwaltung gefordert, den Ortsnamen Langenfeld gegen Wiescheid auszutauschen. Das wurde abgelehnt. „Obwohl ich die Begründung für die Ablehnung weder nachvollziehen, noch akzeptieren kann, bin ich dennoch froh, dass wir die Ergänzung der Beschriftung an der A 59 durchgesetzt haben. Wir bleiben beim Thema der Beschilderung an der A 3 auf jeden Fall am Ball“, gibt sich Frank Schneider dennoch insgesamt zufrieden mit der Umsetzung seines Anliegens im Sinne einer besseren Erreichbarkeit der Stadt Langenfeld.

So gut wie Langenfeld ist kaum eine andere Stadt vergleichbarer Größe ans Autobahnnetz angeschlossen. Innerhalb und an der Ortsgrenze liegen fünf Anschlussstellen, zudem zwei Autobahn-Kreuze. Indes fahren Auswärtige mit Ziel Langenfeld immer wieder an der passenden Ausfahrt vorbei. Ohne Navigationsgerät sind sie aufgeschmissen. Die blauen Hinweisschilder lassen sich nur mit genauer Ortskenntnis deuten. Die Behörden verschleiern das Fahrtziel Langenfeld , so die Stadt.

„Das hatten nicht wir so entschieden, sondern das Bundesverkehrsministerium“, hat Straßen-NRW-Sprecherin Sabrina Kieback auf Anfrage vor einem Jahr berichtet. Das Ministerium bestimme, wie die Anschlussstellen benannt werden sollen. Und dieses habe bereits 2009 festgelegt, bei der Monheimer A 59-Ausfahrt den Hinweis auf Langenfeld zu streichen. „Erst nach der erfolgten Komplettsanierung der A 542 haben wir das jetzt umgesetzt. In Gegenrichtung von Düsseldorf her steht Langenfeld aber weiter auf dem dortigen Schild.“ Laut Kieback geht es darum, die Verkehrsströme zu lenken. „Von Düsseldorf her sollen Autos mit dem Ziel Langenfeld dort die A 59 verlassen, der aus Leverkusen kommende Verkehr soll dagegen über die A 542 und die Reusrather Ausfahrt nach Langenfeld gelangen.“

Bislang fordern die Stadtverantwortlichen laut Schneider seit Jahren vergeblich, „wenigstens ein L mit Bindestrich vor die Stadtteilnamen zu setzen“. Also ähnlich wie bei den Düsseldorfer A 59-Ausfahrten D-Benrath oder D-Garath. Doch laut Straßen NRW sei dies nur bei Großstädten zulässig. „Aber“, hadert Schneider, „wenn eine 60 000-Einwohner-Stadt fünf Ausfahrten und zwei Autobahnkreuze hat, müssen doch andere Maßstäbe gelten.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung