An der Kultur wird nicht gespart

An der Kultur wird nicht gespart

2,7 Millionen Euro stehen dem Kulturbetrieb zur Verfügung.

Langenfeld. Dass auch in Langenfeld gespart werden muss, hat der Kämmerer in seiner Etatrede im Dezember sehr deutlich gemacht. Umso erfreulicher, dass der Rotstift nicht an den vielseitigen kulturellen Angeboten angesetzt wird.

Das belegte Referatsleiterin Kultur, Juliane Kreutzmann, in der Sitzung des Fachausschusses am Dienstag mit Zahlen. Dem gesamten Kulturbetrieb stehen in diesem Jahr 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Das sind sogar 40 000 Euro mehr als 2011. Die Stadtbibliothek schlägt mit 477 000 Euro zu Buche, die Musikschule mit 646 000 Euro, das Kulturelle Forum mit 365 000 Euro.

Der Ausschuss nahm die Zahlen und Erläuterungen zur Kenntnis. Sie werden nun in den einzelnen Fraktionen beraten. In der nächsten Sitzung am 7. Februar wird der Kulturetat vom Fachausschuss verabschiedet.

Eine erste Bilanz 2011 der Schauplatz-GmbH legten Reinhold Küpper und Georg Huff dem Ausschuss vor. So wurden bei 173 Veranstaltungen im Schauplatz und Schaustall 21 232 Besucher gezählt, davon allein 14 707 im großen Saal oder dem Foyer des Schauplatzes.

Wie in jedem Jahr wurde auch 2011 ein breites Spektrum kultureller Veranstaltungen geboten: Theater, Konzert, Kleinkunst, Kindervorstellung und Musical. Sehr gut angenommen wurde die Reihe „Jazz im Foyer“ mit durchschnittlich 190 Besuchern.

Bei einem kurzen Blick auf Höhepunkte dieses Jahres erwähnte Huff ein Klavierkonzert mit Justus Franz im März und ein Jugendkulturtreffen im Sommer. Die Renovierung des in die Jahre gekommenen Schaustalls am Winkelweg hat begonnen und wird in den beiden folgenden Jahres fortgesetzt und vollendet.

Zu Beginn hatte die Künstlerin Michaela Dreßen das Kunsthaus Wiescheid vorgestellt, dass sie mit Barbara Mathlage als Managerin im Oktober 2010 übernommen hatte. Dreßen arbeitet dort im eigenen Atelier, dazu gibt es Seminar- und Ausstellungsräume. Die Renovierung des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses und der Gartenanlage ist weitgehend abgeschlossen.

Die Veranstaltung „Brot und Kunst“ im Spätsommer 2011 fand große Resonanz, die Seminare und Events sind gut besucht. Michaela Dreßen ließ jedoch auch keinen Zweifel daran, dass es nicht einfach sei, das Kunsthaus mit Leben zu füllen.

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