Altstadtwirte legen nach

Unter dem Motto „Klangsaiten“ geht die Konzertreihe mit neuen Organisatoren weiter. Außerdem wird es am 17. August ein Festival geben, bei dem alle Gastronomen mitmachen.

Monheim. Mit dem schönen Wetter steigt auch vermehrt die Lust auf Biergärten. Und es liegt in der Natur der Dinge, dass das wiederum die Wirte mit Außenbereich freut. In der Altstadt gibt es gleich mehrere Möglichkeiten für ein Bier unter freiem Himmel. Und genau das soll weiter beworben werden mit musikalischem Rahmenprogramm.

„Wir brauchen keine Wiederbelebung. Hier ist es lebendig“, sagt Bernhard Firneburg, Betreiber des Pfannenhofes. Dem kann Petra Randhahn von Bormachers altem Brauhaus nur aus tiefster Seele zustimmen.

Pascal Lütz (Biergarten zur Altstadt) und Marcel Mayer (Spielmann) sind ebenfalls selbstbewusst. Und auch, wenn mit dem Alten Markt und der geschlossenen Pizzeria daneben weitere Gastronomiebetriebe in Wohnungen umgewandelt werden: Die Wirte glauben an die Altstadt.

Offensichtlich — denn sie haben den noch jungen Verein Klangweiten beauftragt, für die kommenden Monate die Musikreihe „Klangsaiten“ mit Leben zu füllen.

Von Mai bis einschließlich August wird es pro Monat bei freiem Eintritt abends zwei Liveauftritte geben, jeweils wechselnd bei den beteiligten Gaststätten. Den Anfang macht Bormachers Biergarten am Mittwoch, 8. Mai. Dort tritt dann Pit Hupperten auf. „Ich freue mich schon, wieder hier zu sein“, sagt der Musiker im Rahmen einer Pressekonferenz.

Tatsächlich war der Leverkusener bereits bei vergangenen Aktionen in der Altstadt. Denn die Konzertreihe an sich läuft bereits das dritte Jahr. Vorher hieß sie allerdings „Saitenklänge“ und wurde von einer Kölner Agentur organisiert.

„Das war schon gut. Aber der Marc Schönberger hatte ohnehin kräftig mitgewirbelt. Da dachten wir uns: Da können wir auch gleich ihn nehmen. Er ist Monheimer“, so die Wirte. Besagter Marc Schönberger ist in erster Linie einmal Musiker.

Doch es traf sich gut, dass sein Vater Manfred Steuerberater im Ruhestand ist. Der macht nun den Vorsitz des Vereins und betont: „Wir sind doch alle Monheimer und wollen weiter nach vorn mit unserer schönen Altstadt. Das sehe ich auch als die Hauptaufgabe des Vereins.“

Mit der Aktion „Klangsaiten“ ist es keineswegs getan. Die Wirte freuen sich auch schon auf das „Altstadtfestival“, das am Samstag, 17. August, steigen wird. Dann heißt das Motto: „Zurück in die Zukunft“. Coverbands spielen queer Beet von Oldies aus den 1950er-Jahren bis zu aktuellen Hits. Finanziell möglich macht es die städtische Energietochter Mega.

„Auch da machen wir natürlich alle mit“, betonen die Wirte. Und es wird eine Premiere geben: Im dann geöffneten Café von Roland Giebner an der Hofstraße/Ecke Parkstraße ist ebenfalls ein Auftritt vorgesehen unter dem Titel „Scheunenkonzert“.

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