Abenteuerspielplatz: Altlast bremst den Spielspaß

Abenteuerspielplatz: Altlast bremst den Spielspaß

Bevor der Abenteuerspielplatz seine endgültige Bleibe beziehen kann, muss entsorgt werden. Eröffnung ist nun frühestens im Sommer nächsten Jahres.

Monheim. Das Abenteuer „Fester Standort“ nimmt für den Verein Abenteuerspielplatz vorerst noch kein Ende. Nach der Jahreshauptversammlung ist deutlich: „Wirklich klar ist noch nichts“, so Andrea Stamm. Die Vorsitzende hätte ihren Vereinskollegen gerne konkretere Nachrichten mitgebracht, aber auch in dieser Saison wird der Abenteuerspielplatz ein Provisorium bleiben.

Trotzdem gibt es eine gute Nachricht: Der künftige Standort steht fest. Ein etwa 2200 Quadratmeter großes Areal hinter dem Rheinspielplatz an der Kapellenstraße zwischen Schäferhundverein und Freilichtbühne soll es werden. Der Haken: Von dem Gelände muss erst noch ein Hügel mit Altlasten (Bauschutt) abgetragen werden. Und die Arbeiten können laut Stadtverwaltung frühestens im Herbst beginnen.

„Erst dann können wir voraussichtlich über die beantragten Zuschüsse verfügen“, begründet Thomas Waters, Bereichsleiter der Stadtplanung, die Verzögerung. Etwa 70 Prozent der Kosten von circa 120 000 Euro laut Schätzungsstand Anfang 2011 (Toilettenanlage nicht inbegriffen) sollen aus Landesmitteln gedeckt werden. Den Rest will die Stadt dann aus Eigenmitteln finanzieren.

Von den „leichten Bodenverunreinigungen“ auf dem Gelände soll später nichts mehr übrig bleiben. Doch erst, wenn sie beseitigt sind, können die Arbeiten weiter gehen. Unter Vorbehalt nennt Waters den Sommer 2013 als möglichen Eröffnungstermin für den Abenteuerspielplatz an fester Stelle. Mit inbegriffen sind nach jetziger Planung laut Verein zwei Fertiggaragen, von denen eine als Lager und eine als Küche genutzt werden soll. Dazu kommen ein offener Unterstand, ein kleines Toilettenhäuschen sowie ein Zaun um das Gelände.

Für mehr oder andere Ausstattung — das Team des Vereins Abenteuerspielplatz wünscht sich zum Beispiel einen Bauwagen — bleibt die Sponsorensuche. „Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines Ganzjahresbetriebes und mindestens ein ganzjährig fest angestellter Mitarbeiter“, sagt Andrea Stamm. Erst einmal bedeutet aber der feste Standort Licht am Ende des Tunnels. Schließlich kämpft der Verein darum bereits seit seiner Gründung vor neun Jahren und kennt die Planung von einem Jahr aufs nächste zu Genüge.

Nach zwei Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Busch-Schule agiert der Abenteuerspielplatz seit 2007 provisorisch neben dem Rheinspielplatz. Auch dieses Jahr wird dort am 25. April der offene Betrieb wieder aufgenommen. Dazu kommen die traditionelle Aktion in den Sommerferien ab dem 9. Juli sowie einzelne Projekte, zum Beispiel Schulausflüge oder im Rahmen der Nachmittagsbetreuung.

Nächste Termine sind eine Bastelaktion am 25. Februar sowie eine Kassieraktion mit der Kinder- und Familienbeauftragten Annette Berg am 29. Februar im Drogeriemarkt dm im Monheimer Tor. Auch beim Stadtfest am 3. Juni ist der Verein dabei.

Mehr von Westdeutsche Zeitung