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1. Weltkrieg: Das Internet hilft bei der Familienforschung

1. Weltkrieg: Das Internet hilft bei der Familienforschung

800 Freiwillige haben 8,5 Millionen Datensätze erfasst, darunter auch Angaben aus der Region.

Langenfeld/Monheim. Der Erste Weltkrieg beendete das Leben hunderter junger Männer aus Langenfeld und Monheim. 313 Kriegstote aus der damaligen Gemeinde Richrath-Reusrath sind nach Angaben der Langenfelder Archivleiterin Dr. Hella-Sabrina Lange aufgelistet. Für Monheim nennt ihr Kollege Michael Hohmeier die Zahl von 94 getöteten Soldaten. „

Viele Jüngere interessieren sich heute, was mit ihren Vorfahren und Verwandten im Ersten Weltkrieg geschehen ist. Antworten zu finden war bislang mühsam und aufwendig. Das hat sich geändert.

Der Verein für Computergenealogie hat mit Hilfe von 800 Freiwilligen — darunter auch Dirk Westerweg vom Arbeitskreis Familienforschung Haan — mehr als 8,5 Millionen Datensätze erfasst und ins Internet gestellt. Wer in die Suchmaske „Langenfeld“ eingibt, erhält 997 Einträge, bei „Monheim“ 372; wobei diese Zahlen auch die namensgleichen Städte wie das bayrische Monheim einbeziehen. Auch über die Internet-Datenbank des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge kann geforscht werden.

Wer bei der Gräbersuche (www.volksbund.de) „Langenfeld“ eingibt, bekommt die Namen und gegebenenfalls Gräber von 330 Gefallenen genannt, unter „Monheim“ von 107 Gefallenen. Familienforscher Dirk Westerweg hat noch einen Tipp: das genealogische Netz der Mormonen in Wuppertal, das inzwischen auch im Internet (www.familysearch.org) verfügbar ist: „Weil die Mormonen auch ihre Vorfahren taufen lassen können, haben sie ihre Familiengeschichte genau erforscht und Tausende von Kirchenbüchern erfasst. Auf diese Weise habe ich meine Vorfahren in Westpreußen gefunden.“ cis/mei