Im Lörchen: Eine Wiese zwischen Düsseldorfer- und Friedrichstraße

Im Lörchen: Eine Wiese zwischen Düsseldorfer- und Friedrichstraße

Mit Lörchen (von Lörken, Leirken in der Bedeutung von Leder) wurde die Gegend bezeichnet, in der die Lohberger ihre Arbeitsstätte hatten und sich der Lederherstellung widmeten.

Nach einem Güterverzeichnis der Wasserburg Haus zum Haus aus dem 14\. Jahrhundert gehörten zu den zinspflichtigen Gütern unter anderem ein Schleifkothen beim "Leirke" und ein weiteres Gut "up em Leirke".

Ein mundartliches Sprichwort sagt "Ut anger Lütts Leir is jued Rieme schniede" (Aus anderer Leute Leder ist gut Riemen schneiden). Im Lörchen wurde im Volksmund die Wiese zwischen Düsseldorfer Straße und Friedrichstraße in Verbindung zur Lohgerberei Keusen genannt.

"Loh" bedeutet Wald, Gebüsch oder Gehölz, kann aber auch wie hier zu "loh" (Lohe) von Gerben gehören.

Red/Stadtarchiv "Ratinger Straßennamen"

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