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Yogaschule Aude Vivere Haan bildet zertifizierte Yoga-Lehrer aus

NRW : Wie Yoga hilft, zu sich selbst zu finden

Der 21. Juni wird als „Weltyogatag“ begangen. Die Haaner Yoga-Schule „Aude vivere“ ist eine von wenigen im Lande, die in ihren Räumen an der Bergischen Straße zertifizierte Yoga-Lehrer ausbilden darf.

Bereits zum siebten Mal wird am 21. Juni der Weltyogatag gefeiert. Initiiert von der indischen Regierung wurde im Dezember 2014 eine entsprechende Resolution von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen. Darin heißt es, dass „Yoga einen ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit und Wohlbefinden bietet“. Auf diese Ganzheitlichkeit legt die Haaner Yogaschule „Aude Vivere“ besonders hohen Wert. „Yoga bedeutet Verbindung“, erklärt Torsten Ableiter, der gemeinsam mit seiner Partnerin Alexandra Stockhausen die Yogaschule leitet. „Es bedeutet auch, die Verbindung zu sich selbst wieder zu finden.“ Bereits in den Yogakursen wird das Augenmerk nicht auf Akrobatik oder Leistung gelegt, sondern auf Achtsamkeit. „Wir versuchen, mit unserer Yogaschule einen Raum zu schaffen, in dem man wieder zu sich findet“, so Ableiter.

Die ganzheitliche Ausrichtung der Yogaschule zeigt sich daran, dass neben Yoga auch Ayurveda und Psychologie eine Rolle spielen. „Wenn Menschen mit ihrer Lebenssituation irgendwo festhängen, können wir ganzheitliche Lösungsansätze anbieten.“ So können vertrauensvoll Änderungsprozesse angegangen werden. „Wir kommen aus einer Tradition, in der der Körper ernst genommen wird“, erklärt Ableiter.

Die Atmung spielt eine wichtige Rolle beim Yoga. „Wir können unser Wohlbefinden durch die Atmung steuern.“ Nun hat die Yogaschule die Überarbeitung des Präventions-Leitfadens der Krankenkassen zum Anlass genommen, ein ausführliches Kurrikulum auszuarbeiten. Dieses – zusammen mit einer Reihe qualifizierter Dozenten – wurde dem Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) vorgelegt. Daraufhin erhielt „Aude Vivere“ die Zulassung, zertifizierte Yogalehrer auszubilden. „Die Ausbildung umfasst insgesamt 1.165 Stunden“, erklärt Torsten Ableiter, „das sind viereinhalb Jahre.“ Davon sind 800 Stunden Präsenzunterricht, die restlichen werden als Lernstunden zuhause absolviert. „Das ist eine richtige Berufsausbildung.“

Nun gehört „Aude Vivere“ zu den nur sieben Yogaschulen in ganz NRW, die diese vom BDY zugelassene Ausbildung anbieten dürfen. Zudem erfüllt die Ausbildung die Qualitätsstandards der Spitzenverbände der Krankenkassen. Das bedeutet, dass die künftigen Absolventen ihre Angebote von den Krankenkassen subventionieren lassen können.

Um die Ausbildung breit aufzustellen, hat „Aude Vivere“ technisch aufgerüstet. „Wir haben ein Lernportal eingerichtet“, sagt Ableiter, „und nutzen die Technik, um den Lernprozess zu begleiten.“

Die elf Dozenten kommen aus verschiedenen Berufsbereichen. „Alles ist repräsentiert, von Menschen, die das Leben kennen.“ Im November will die Yogaschule mit der Ausbildung neuer Yogalehrer beginnen. Mindestens sieben bis acht, im Idealfall 15 bis 17 Teilnehmer soll ein Lehrgang umfassen. Neben der themenbezogenen Theorie, durchlaufen die künftigen Yogalehrer einen Praxis-Teil und müssen eine umfangreiche Abschlussarbeit vorlegen. Das wichtigste Ziel der Ausbildung fasst Torsten Ableiter allerdings so zusammen: „Wir wollen Lehrende ausbilden, die die Menschen ansprechen“, so Ableiter.