"Supernah"-Markt eröffnet in Gruiten

Haan : Supernah-Markt bereit für Öffnung

Mit Supernah gibt es ab Dienstag wieder einen Nahversorger nahe des Gruitener Bahnhofs.

Haushaltswaren und haltbare Lebensmitteln wie Müsli, Nudeln und einige Konserven stehen bereits in den Regalen. Dazwischen herrscht geschäftiges Treiben: Elektriker stehen auf Leitern, überprüfen die Anschlüsse und bringen neue Lampen an. In einem anderen Winkel des Raumes wischt eine Frau über die noch leerstehenden Kühltheken, parallel dazu bauen Kollegen die Kassen auf. „Im Moment schlafe ich wenig“, sagt Christopher Bartels inmitten des Trubels in der ehemaligen Gruitener Edeka-Filiale. „Fast jede Minute, die wir wach sind, verbringen wir hier“, ergänzt Geschäftspartner Jan Loss.

Am kommenden Dienstag wollen die beiden an der Thunbuschstraße ihren neuen Nahversorger „Supernah“ eröffnen – gut ein halbes Jahr, nachdem der frühere Betreiber die Immobilie verlassen hatte. Die dadurch entstandene Versorgungslücke im Stadtteil soll das Angebot der beiden in Gruiten aufgewachsenen Männer wieder schließen: Auf 550 Quadratmetern finden die Kunden viele Waren aus dem Edeka-Sortiment, frisches Obst und Gemüse aus der Region sowie ein etwas ausgeprägteres Angebot an Feinkost. Einige Bestellungen müssten noch raus, erklärt Bartels. Die Außenwerbung, die noch auf „Edeka“ verweist, weicht dem neuen „Supernah“-Logo. Das Gebäude haben die künftigen Betreiber auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht, das Dach neu isoliert.

Die Ausstattung solle „zeitgemäß“ sein, betont Jan Loss. Dazu gehören energiesparende Kühlschränke mit Glastür und ein sparsamer Umgang mit Plastik: Papiertüten, Jutebeutel und leichte Holzkisten stehen den Kunden zur Verfügung. Rund 7000 Menschen soll der Nahversorger in Nähe des Gruitener Bahnhofs erreichen – plus Pendlern, die den Supermarkt nach Feierabend für ein paar Besorgungen aufsuchen. Kunden sollen überdies die Möglichkeit haben, bestimmte Waren zu bestellen. In einer Infoveranstaltung des Bürger- und Verkehrsvereins Gruiten fragten die Betreiber im März die Gäste nach besonderen Produktwünschen. „Wir haben versucht, alles zu berücksichtigen“, sagt Loss.

20 Mitarbeiter inklusive Aushilfen werden er und Bartels beschäftigen – darunter auch einige bekannte Gesichter aus früheren Tagen: „Es war uns wichtig, dass die Kunden, die immer hier eingekauft haben, auch ihre Mitarbeiter wiedersehen“, sagt Loss. Die meisten hatte Edeka zunächst in andere Filialen übernommen, andere hatten in der Zwischenzeit in anderen Supermärkten gearbeitet. Zur Eröffnung erwarten die Gäste unter anderem Aktionen von regionalen Bauern. Bis eine neue Bäckerei im Gebäudekomplex an den Start geht, müssen sich die Kunden indes noch ein wenig gedulden: „Es sind Interessenten da“, bekräftigt Christopher Bartels, und verspricht: „Auf kurz oder lang wird es wieder eine Bäckerei geben.“

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