Stützpunkt für die Waldkinder

Für 180 000 Euro wird bis zum Herbst eine Scheune ausgebaut, in der sich Kinder der Wald-Gruppe aufwärmen und essen können.

Gruiten. Für eine Kita wäre die Scheune an der ehemaligen Brennerei Borgmann an der Stadtgrenze zu Vohwinkel viel zu klein. Weil die Räume aber „nur“ als Stützpunkt der Waldgruppe genutzt werden sollen, reicht ein großer Raum inklusive Kuschelecke und offener Küche sowie Platz zum Umziehen und für den sanitären Bereich vollkommen aus.

Seit Mitte April wird die Scheune, in der zuletzt landwirtschaftliche Maschinen geparkt wurden, für die Waldgruppe ausgebaut. Landwirt und Scheunenbesitzer Karl-August Niepenberg hat sie für die Einrichtung der Waldgruppe zur Verfügung gestellt, damit in Gruiten weitere Betreuungsplätze für Kinder geschaffen werden konnten.

Aktuell stapfen 16 Mädchen und Jungen — bis zu 20 Kinder können es sein — seit dem vergangene Sommer täglich mit ihren Erzieherinnen in den Wald und kommen nur zum Mittagessen zu ihrem Stützpunkt zurück. Der besteht aus einer Blockhütte, die die Zimmerleute Gerhard Selbach und Axel Peter aus Mettmann ihnen als Provisorium zur Verfügung gestellt haben. Wenn die Scheune im Oktober bezogen werden kann, wird es abgebaut.

Bis dahin begleiten Bauleiter Manfred Janssen (Planungsgruppe Düsselthal), Projektleiter Wolf Hartwig Kohte von der Kirchengemeinde und Kita-Leiterin Gabriele Vömel den gut 180 000 Euro teuren Ausbau. „Besonders schwierig waren die Arbeiten über dem Keller“, sagt Janssen. Die Kellerdecke musste abgestützt, neue Pfeiler mussten gemauert werden, weil vorhandene Träger verrostet und vergammelt waren. Janssen: „Bauen im Bestand ist immer schwierig, da stößt man oft auf Probleme, aber das macht es auch spannend.“

Gabriele Vömel freut sich schon auf den neuen Stützpunkt, der mit einem großen Fest eingeweiht werden soll. „Wir haben auch noch Plätze frei, allerdings müssen die Kinder für die Waldgruppe mindestens drei jahre alt sein“, sagt sie.

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