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Stadtwerke Haan erhalten den Zuschlag für das Stromnetz

Stadtwerke Haan erhalten den Zuschlag für das Stromnetz

Im Amtsblatt hat die Stadt veröffentlicht, dass der Vertrag mit dem städtischen Tochterunternehmen abgeschlossen wird.

Haan. Auf der vierten Seite des Amtsblatts der Stadt Haan steht die Bekanntmachung über einen Ratsbeschluss, der vor der Sommerpause nicht-öffentlich gefasst wurde.

Wörtlich heißt es dort: „Der Rat der Stadt Haan hat in seiner Sitzung vom 3. Juli 2012 beschlossen, den Konzessionsvertrag Strom für das Stadtgebiet Haan mit der Stadtwerke GmbH abzuschließen. Die Laufzeit des Vertrages beginnt mit dem 23. Dezember 2013 und endet mit dem 22. Dezember 2033.

Dass die Stadtwerke Haan, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt Haan, den Zuschlag erhalten haben, wird ebenfalls im Amtsblatt begründet. „Der Rat der Stadt Haan hatte in seiner Sitzung vom 27. März 2012 Auswahlkriterien beschlossen, nach denen die Angebote der Bewerber bewertet wurden“, heißt es dort.

„Eine Auswertung der Angebote hat ergeben, dass die Stadtwerke Haan GmbH die Kriterien am besten erfüllt.“

Stadtwerke-Chef Stefan Chemelli freut sich über diesen Ratsbeschluss. „Die Entscheidung ist gut und richtungsweisend für die Stadt“, sagt er am Mittwoch auf Nachfrage. Details zur Stromnetzübernahme wollte er allerdings noch nicht nennen.

„Alle Bieter haben sich verpflichtet, solange keine Angaben gegenüber den Medien zu machen, bis das Verfahren abgeschlossen ist“, erläutert Chemelli. Das sei erst dann der Fall, wenn die Verträge unterschrieben und notariell beurkundet sind.

Auch Bürgermeister Knut vom Bovert konnte am Mittwoch noch keine Einzelheiten nennen. Er will sich am Montag äußern.

Am 22. Dezember 2013 endet der Stromkonzessionsvertrag zwischen der Stadt Haan und dem RWE. Das hatte die Stadt im vergangenen Jahr im Bundesanzeiger im Internet veröffentlicht.

Mit dem Ergebnis, dass elf Unternehmen ihr Interesse am Betreiben des Haaner Stromnetzes bekundet hatten — darunter auch die Stadtwerke Haan. Im Frühjahr dieses Jahres haben sie und die weiteren Bewerber ihre Interessenbekundungen in konkrete Ergebnisse umgewandelt.

„Wir müssen beschreiben, wie wir das Stromnetz wirtschaftlich, effizient sowie umwelt- klima- und kundenfreundlich betreiben wollen“, erläuterte Stadtwerke-Chef Stefan Chemelli im Frühjahr die Anforderungen an das Angebot. Auch müsse die Stadttochter eine entsprechende personelle Ausstattung sowie das notwendige Equipment — unter anderem Werkzeug und Maschinen nachweisen.

„Mit dem Einstieg in die Stromsparte prüfen wir jetzt, ob sich aus der Aufnahme eines strategischen Partners ein Mehrwert für uns ergibt“, sagte Chemelli. Schließlich müssen die Stadtwerke nicht nur die Übernahme des Stromnetzes in Millionenhöhe finanzieren, auch die Anschaffung von Werkzeug und Maschinen sowie die Anstellung von Fachkräften steht dann an. Das könnten die Stadtwerke in Eigenregie übernehmen oder eben mit einem Partner an ihrer Seite.