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Stadt Hilden senkt im nächsten Jahr Müllgebühr

Stadt Hilden senkt im nächsten Jahr Müllgebühr

Hilden zählt zu den günstigsten Kommunen in NRW.

Hilden. In vielen Städten Nordrhein-Westfalens kennen die Gebühren für die private Abfallentsorgung meist nur eine Richtung. Sie steigen und steigen. Nicht so in Hilden. Im kommenden Jahr sinkt die Abfallgebühr pro Liter erneut von 1,25 Euro auf 1,21 Euro. Bauhof-Leiter Ulrich Hanke kann das noch plastischer ausdrücken: „Damit sinken die Restmüllgebühren unter das Gebührenniveau aus dem Jahr 1996.“ Eine gute Nachrichten für die Kunden — und das sind alle Hildener.

Bereits in diesem Jahr zählte Hilden laut Steuerzahlerbund NRW zu den preiswertesten Kommunen im Land bei der privaten Abfallentsorgung. 162 Euro zahlt ein Vier-Personen-Haushalt hier (Annahme: 120-Liter-Tonne, 14-tägliche Leerung, 120-Liter-Biotonne, 14-tägliche Leerung und Papierabfall in haushaltsüblichen Mengen). Zum Vergleich: Spitzenreiter ist Dahlem im Kreis Euskirchen mit 132,37 Euro. Münster dagegen zählt zu den teuersten Kommunen im Land. Dort werden 564 Euro fällig — mehr als dreimal so viel wie in Hilden. Warum sind die Müllgebühren in Hilden vergleichsweise so günstig? Der Kreis Mettmann ist Mitglied in der Entsorgungsgemeinschaft EKOCity. Ihr gehören auch die Städte Bochum, Herne, Remscheid und Wuppertal an. Der Verband handelt mit Müllverbrennungsanlagen in der Region (darunter Wuppertal) die Preise aus, zu denen die Städte und Kreise ihren Müll dort verbrennen lassen können. Das führt dazu, dass die Anlagen gut ausgelastet sind. Davon profitieren auch die Gebührenzahler über günstige Verbrennungsentgelte. Einige Kommunen und Kreisen aber wollten dem Steuerzahlerbund nicht ihre Verbrennungsentgelte nennen.

EKOCity hat damit kein Problem. Die Kreismischgebühr (Gebührensatz für den Restmüll) sinkt 2018 von heute 141 auf 135 Euro/Tonne. Dazu beigetragen hat auch, dass der Kreis mehr Geld mit der Vermarktung des Altpapiers verdient hat, erläutert Dietmar Engler vom Umweltamt des Kreises Mettmann. Im kommenden Jahr hofft der Kreis mit dem Verkauf des Altpapiers (rund 30 000 Tonnen) knapp 3,7 Millionen Euro zu erzielen. Das Einsammeln des Altpapiers reduziert darüber hinaus auch die Menge des Restmülls. Zudem sei der Sonderposten „Gebührenausgleich“ aufgelöst worden. Dies habe dazu beigetragen, dass die Kreismischgebühr im kommenden Jahr gesenkt werden kann. Auch die Stadt Hilden selbst trägt dazu bei, dass die Müllgebühren günstig sind. Die kommunale Müllabfuhr ist sehr wirtschaftlich organisiert. 2003/2004 übernahm die Stadt das Einsammeln des Altpapiers wieder selbst.