Nach einem Jahr Zwangspause Stadt sucht Sponsor für den Spielplatz Tenger

Haan · Mehr als ein Jahr ist der Spielplatz Tenger in Unterhaan bereits gesperrt, ebenso der dazugehörige Bolzplatz wegen Rutschgefahr. Sponsoren sollen nun einen neuen Ballfangzaun und eine Hangrutsche finanzieren.

 Der Spiel- und Bolzplatz Tenger ist zurzeit unbespielbar.

Der Spiel- und Bolzplatz Tenger ist zurzeit unbespielbar.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Noch im Laufe dieses Monats soll ein Gutachter eine Einschätzung darüber abgeben, wie die Bolzplätze auf dem Haaner Stadtgebiet instandgehalten werden können. Dies geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der WLH-Fraktion hervor, bei der es um die Sanierung des Spielplatzes Tenger ging.

Bereits vor 13 Monaten habe der Betriebshof die Hangrutsche auf dem dortigen Gelände abgebaut und wenig später auch den benachbarten Bolzplatz gesperrt, hatte es in der Anfrage geheißen. Das sei sehr bitter für die Kinder in Unterhaan, weil es dort ohnehin nur wenige Spielflächen gebe, gerade für größere Kinder und Jugendliche: „Und wenn dann die Kinder bei bestem Wetter immer wieder nachschauen, ob der Platz endlich wieder bespielbar ist und keine Infos haben, wächst der Unmut.“

Außerdem bat WLH-Fraktionsvorsitzende Meike Lukat Bürgermeisterin Bettina Warnecke in diesem Zusammenhang darum, dass von Seiten des Betriebshofs bei Sperrungen und auch Teilabbau an Spielflächen immer eine Information ausgehängt werde, wann der jeweilige Spiel- und Bolzplatz auch tatsächlich wieder von den Kindern und Jugendlichen genutzt werden könne. Sonst sei der Unmut programmiert – und verständlich.

Jetzt gab die Stadt einen ausführlichen Sachstand, und das nicht nur zu Tenger. Der Betriebshof, so hieß es da, habe den Bolzplatz Tenger ebenso wie die Bolzplätze Goerdelerstraße und Sinterstraße aufgrund der Hinweise des städtischen Spielplatzprüfers und der externen Jahressicherheitsinspektion wegen Rutschgefahr sperren müssen. An den Bolzplätzen habe der Betriebshof entsprechende Hinweisschilder bezüglich der Sperrung aufgehängt.

Jetzt hat der Gutachter das Wort, er muss einschätzen, wie die Bolzplätze instandgehalten werden können. Im Rahmen der Instandsetzung werde zwischen folgenden Maßnahmen „mit aufsteigender Kostenamplitude unterschieden“, heißt es in dem Antwortschreiben weiter:

Hochdruckreinigung der Oberfläche, „Retopping“ der Oberfläche (Erneuerung der Spielfeld Deckschicht aus Gummigranulat) und Komplettsanierung der Deckschicht inklusive der dämpfenden Lage und Tragschichten.

Während die Hochdruckreinigung zeitnah möglich wäre, wäre das Retopping laut Stadtverwaltung frühestens Mitte bis Ende des zweiten. Quartals 2024, also nach dem Beschluss des städtischen Haushalts möglich – die Komplettsanierung sogar erst nach Priorisierung der Flächen und Abgleich mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln.

„Der Betriebshof wird über Sperrungen von Bolzplätzen und den notwendigen Rückbau von Spielgeräten beziehungsweise die Teilsperrung von Spielplätzen über die Internetseite der Stadt Haan informieren“, verspricht die Stadt.

Parallel sei man „auf dem Weg und vorsichtig optimistisch, mittels Spenden einen neuen Ballfangzaun am Tenger finanzieren zu können“.

Für die Hangrutsche (etwa 25 000 Euro brutto plus Nebenarbeiten von etwa 5000 Euro brutto) versucht die Stadt derzeit ebenfalls, Spenden zu akquirieren.

Die Stadtverwaltung beabsichtigt, dem Jugendhilfeausschuss im Juni ein Maßnahmenkonzept für die Instandhaltung der Haaner Spiel- und Bolzplätze „unter Berücksichtigung der konsumtiv geplanten Haushaltsmittel 2024 und folgende“ vorzulegen. Die Ergebnisse aus der Jahresinspektion für 2024 sollen dann außerdem in dieses Maßnahmenkonzept einfließen.

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