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Soo wollen Haaner Restaurants dem Lockdown trotzen

Coronakrise : Gastronomen setzen auf Lieferservice

Liefer- und Abholangebote sollen die Folgen des Bewirtungsverbots für Gastronomen abmildern – auch wenn die Einnahmeausfälle damit bei weitem nicht abgefangen werden können. Ein Auszug aus dem Angebot.

Gut ein halbes Jahr nach dem ersten Lockdown drohen den Haaner Gastronomen erneut Einnahmeausfälle im existenzgefährdenden Bereich. Die erneute Schließung von Restaurants und Kneipen verschärft die Lage der ohnehin gebeutelten Gastwirte noch einmal dramatisch. Schon der erste Rückschlag im Frühjahr hat die Umsätze gefährlich einbrechen lassen. Da nutzten auch staatliche Hilfen nur bedingt. Doch auch wenn viele Restaurant- und Kneipenbetreiber um ihre Existenz fürchten – einige setzen auch in der erneuten Verschärfung der Krise auf Abhol- und Bringangebote. Hier eine kleine Auswahl:

Becherhus

„In Lockdown-Zeiten heißt es für uns zusammenhalten, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter mit vollem Einsatz das tun, was wir lieben“, betont beispielsweise Gastwirt Alex vom Team des neuen Becherhus (Kaiserstraße 47). Ab Montag, 2.November, gelte dort eine neue To-Go-Karte mit Gerichten von Himmel un Ääd bis geschmorter Lammhaxe in Rosmarinjus. Für Bestellungen, Anregungen oder Rückfragen sei man zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar, heißt es.

O’s Kitchen

Der betrieb an der Kaiserstraße 5 bis 7 erstellt ebenfalls eine spezielle Lieferkarte. Geliefert wird innerhalb des Stadtgebiets und im Umkreis von sieben Kilometern. Alle Speisen können aber auch abgeholt werden.

Palazzo im Wiedenhof

Unter dem Motto „rin inne Kartoffel, russ usse Kartoffel“ heißt es auf der Internetseite der Gaststätte an der Pastor-Vömel-Straße 30: „Wir starten ab Dienstag wieder unseren flockig, downlockigen Abhol- und Lieferservice und zum Wochenende gibt es wieder leckere Menüs.“ Mindestbestellwert für Frei-Haus Lieferung in Gruiten ist 15 Euro (Haan 20 Euro, Mettmann und Erkrath 25 Euro). Abholung sei natürlich auch möglich.

Maharaja

Das indische Restaurant an der Friedrich-Ebert-Straße 111 passt seine Öffnungszeiten den geänderten Bedingungen ebenfalls an. Von morgens 9.30 Uhr bis abends 22 Uhr kann die gesamte Bandbreite der Speisekarte abgeholt oder daheim per Lieferung entgegengenommen werden.

Gut Hahn

Der Landgasthof an der Rheinischen Straße 13-15 hat für seinen Abhol- und Lieferservice noch einen besonderen Clou parat: „Ab sofort liefern wir auch unsere Gänse-Spezialitäten für Ihre Festtafel“, verspricht der Betreiber des Lokals auf dem historischen ehemaligen Bauernhof.

Chau Resto Bar

Die Gaststätte an der Kaiserstraße 56 bis 58 wirbt normalerweise mit ihrer „einzigartigen Harmonisierung zwischen der authentischen vietnamesischen Küche und dem Lounge Bar Feeling“. In die „Welt der vielfältigen Gewürze, der originellen Rezepte und der vor Frische sprudelnden Speisen“, wie es auf der Homepage heißt, lässt sich ab Montag jedoch nur noch per Lieferung oder bei Selbstabholung eintauchen. Geliefert wird im Stadtgebiet ab zwölf Euro Mindestbestellwert.

Mahnertmühle

Das Bergische Gasthaus, in malerischer Umgebung zwischen Wuppertal und Düsseldorf gelegen, wird normalerweise von vielen Ausflüglern angesteuert. Corona macht auch hier einen Strich durch die Rechnung. Immerhin wird von der Adresse Mahnertmühle 1 aus auch geliefert. Zum Angebot zählen auch Wild- und Fischgerichte sowie typische Gerichte aus der Bergischen Küche.

Restaurant im Park

Das Hotel-Restaurant an der Nordstraße 26 bietet aufgrund der Einschränkungen durch die neue Ordnungsverfügung ab Dienstag, 3. November, das traditionelle Gänseessen sowie einen verkleinerten Auszug der aktuellen Speisenkarte zum Zu-Hause- Genießen an. Abholung ist dienstags bis samstags von 17.30 Uhr bis 20 Uhr. Auslieferung innerhalb von Haan ist gegen einen Aufpreis von fünf Euro möglich. Gänse-Gerichte müssen allerdings zwei Tage im Voraus bestellt werden.

Übrigens: Nicht alle Haaner Gastronomen können während des Lockdowns auf einen Lieferservice umstellen. So heißt es etwa im Ratskeller Rauschmann: „Bei uns würden Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis zueinander stehen.“ Daher bleibe das Lokal schlichtweg geschlossen.