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Schule aus Hilden bricht Klassenfahrt wegen Corona ab

NRW : Klassenfahrt wegen Corona abgebrochen

Zwei Klassen des Grundschulverbundes Beethovenstraße sind vergangenen Montag zur Klassenfahrt ins Sauerland aufgebrochen. Nach einem positiven Corona-Test mussten die Eltern ihre Kinder am Donnerstag und Freitag dort abholen. Es soll schon vorher Kritik gegeben haben, sagt ein Vater.

. Zwei Klassen des Grundschulverbundes Beethovenstraße haben wegen eines positiven Corona-Tests ihre Klassenfahrt ins Sauerland abgebrochen. Ihre Eltern mussten sie am Donnerstag und Freitag aus dem rund 150 Kilometer entfernten Eslohe abholen. Sie haben teilweise Fahrgemeinschaften gebildet, damit nicht alle Kinder einzeln abgeholt werden mussten – auf eigenes Risiko. Gemeinsam mit dem Reisebus durften die Klassen nicht mehr nach Hause fahren, das hatte das Kreisgesundheitsamt so angeordnet.

Die Schulleitung bestätigt den Abbruch. „Die Kinder wurden am Dienstag und Donnerstag mit Antigen-Selbsttests getestet, die auch vor der Anwendung der Lollitests benutzt wurden. Bedauerlicherweise fiel ein Kind am Donnerstag bei der Testung auf. Das Kind wurde separat betreut, und es wurde unverzüglich ein Test unter ärztlicher Aufsicht in einem Testzentrum vor Ort durchgeführt“, erklärt die kommissarische Leiterin des Grundschulverbundes an der Beethovenstraße, Gesa Matusczyk. „Die Schulgemeinschaft hofft, dass das infizierte Kind weiterhin keine Symptome entwickelt und keine weiteren Infektionen auftreten.“

Einige Eltern hätten bereits im Vorfeld Kritik an der Fahrt geäußert, sagt ein Vater. „Wie kann man in solch einer Situation mit steigenden Corona-Zahlen überhaupt auf Klassenfahrt fahren?“, fragt er. „Das ist verantwortungslos.“ Gesa Matusczyk betont, dass die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen während der Klassenfahrt eingehalten worden seien. Dass die Infektion rasch entdeckt wurde, spreche für das Hygienekonzept. „Vor Beginn der Klassenfahrt mussten die Kinder einen gültigen negativen Testnachweis eines Bürgerzentrums vorlegen“, führt Gesa Matusczyk weiter aus.

Von Kritik durch Eltern im Vorfeld der Reise weiß sie nichts. „In der Klassenpflegschaftsversammlung am 24. August vor dem Fahrtbeginn haben Eltern keine Bedenken bezüglich der Klassenfahrt geäußert. Eltern hatten aber jederzeit die Möglichkeit, das Kind von der Fahrt abzumelden“, erklärt die kommissarische Schulleiterin. Sollten Eltern Informationsbedarf bezüglich der Klassenfahrt haben, könnten sie sich an die Schulleitung wenden.

Das NRW-Schulministerium hat Schulfahrten ausdrücklich wieder erlaubt. „Im Schuljahr 2021/2022 können Schulen in eigener Verantwortung über Schulfahrten im In- und Ausland entscheiden“, heißt es im Internet.

Schulfahrten könnten durchgeführt werden, wenn die infektiologische Entwicklung und Verhältnisse am Standort der Schule und im Zielgebiet der Schulfahrt dies zuließen. Die weiteren Maßnahmen wie die Quarantäne und die Bedingungen für die Rückreise hat das Gesundheitsamt Mettmann festgelegt.