Richtig büffeln fürs Abitur will gelernt sein

Richtig büffeln fürs Abitur will gelernt sein

Für Schüler, die das Abitur anstreben, wird es mit dem Lernen jetzt höchste Zeit. Die Schülerhilfe gibt Tipps.

Haan. Das richtige Lernen muss gut vorbereitet werden. Abiturienten sollten sich rechtzeitig darum kümmern, alles was gelernt beziehungsweise wiederholt werden muss, zusammenzusuchen und zu sortieren. Kerstin Meixner von der Schülerhilfe in Haan rät: „Die Schüler sollten alte Klausuren und Aufgaben durchgucken, die eigenen Aufzeichnungen sichten und so eine Übersicht zusammenstellen.“

Auch das Lernumfeld ist wichtig: „Sie sollten sich eine ruhige Ecke einrichten und dort den Lernstoff in geordneten Stapeln sammeln: Hier Mathe, dort Englisch und so weiter. Eltern sollten diese Stapel akzeptieren, auch wenn sie auf dem Boden liegen“, rät Oberstufenleiterin Andrea Hutchinson von der Bettine-von-Armin-Gesamtschule in Langenfeld. Hilfreich sei es auch, alte Abiturklausuren nach zuschreiben.

„Wir geben den Schülern das Passwort fürs Netz der Bezirksregierung, in der die alten Klausuren stehen.“ Lernenswert seien auch „gute Zusammenfassungen des Abiwissens einzelner Fächer von mehreren Schulbuchverlagen. Das sagen wir den Schülern auch rechtzeitig, so dass sie sie sich schenken lassen können“, sagt Hutchinson. Dann, empfehlen beide, sollten die Abiturienten sich einen Zeitplan fürs Lernen aufstellen: „Ich beneide die Schüler nicht“, gibt Hutchinson zu. Die haben auch in der Q2 noch 34 Stunden Unterricht pro Woche. Sich nach einem solchen Schultag noch zum Lernen hinzusetzen, sei hart. „Vielleicht sollten sie lieber mal einen Samstag oder ein Wochenende opfern.“ Wie viele Stunden jeder lernt, sei von den persönlichen Voraussetzungen abhängig.

„Es gibt Überflieger, die erst auf den letzten Drücker anfangen zu lernen und dann die Nächte durchmachen“, weiß Kerstin Meixner von der Schülerhilfe.

Manche können das, aber für die meisten gilt: „Rechtzeitig anfangen und wochentags zwei bis drei Stunden am Stück lernen, maximal.“ Am Wochenende wären durchaus zwei bis drei Lerneinheiten mit je zwei bis drei Stunden machbar. Unter der Woche, zur Schulzeit, würden zwei bis drei Stunden reichen. Wichtig: Die Pause sollte etwas bieten, auf das sich der Lernende freuen kann.

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