Rewe-Markt Conrad baut erst 2020 aus

Hilden : Rewe baut Markt in Hilden-Süd erst 2020 aus

Der Parkplatz des Supermarktes an der Richrather Straße 172 soll im April fertig werden.

Der Rewe-Markt Conrad an der Richrather Straße 170/172 will erweitern. Deshalb kaufte der Eigentümer das Nachbargrundstück. Im Mai 2017 stimmte der Stadtrat mit großer Mehrheit zu. Die Baugenehmigung wurde im Januar 2018 erteilt. Viel passiert ist bislang nicht. Das Projekt geht weiter, versichert Dr. Josef Rick für die Eigentümer. Entlang des Garather Mühlenbachs wurde inzwischen eine bis zu fünf Meter hohe Lärmschutzwand erstellt. Durch den Winter seien die Außenarbeiten unterbrochen worden. Jetzt wurden sie wieder aufgenommen. Voraussichtlich bis April wird der Parkplatz fertig. Wie es im Gebäude weitergehe, entscheide der Kunde Rewe.

Das heutige Supermarkt-Gebäude muss kernsaniert und erweitert werden, erläutert Geschäftsleiter Christian Conrad: „Eigentlich bleiben nur die Grundmauern stehen. Elektrik, Lüftung, Böden: Alles muss neu gemacht werden.“ Dafür müsse der Supermarkt geschlossen werden. Anfangs sei von zwei Wochen die Rede gewesen, jetzt von sechs bis acht Wochen. Das habe auch damit zu tun, dass praktisch alle Handwerker volle Auftragsbücher und viel zu tun hätten. „Deshalb haben wir uns entschlossen, die Gebäudesanierung erst im kommenden Jahr durchzuführen“, sagt der Junior-Chef: „In den Sommerferien 2020. Voraussichtlich muss der Markt dann vier Wochen geschlossen werden. Geplant ist, gegen Ende der Schulferien wieder zu eröffnen.“ Das gebe auch den rund 50 Mitarbeitern die nötige Planungssicherheit. Die Verkaufsfläche soll von heute 1000 auf künftig 1550 Quadratmeter wachsen. Sie wird nicht nur von Rewe, sondern auch von anderen Geschäften genutzt. Ein Bäcker will dort ein Café eröffnen und auch sonntags verkaufen.

Wohnungen auf Schweitzer-Areal bedeuten Kunden für Rewe

Rewe Conrad ist der einzige Vollversorger im Hildener Süden, der nächste liegt in Langenfeld-Richrath. In den nächsten Jahren werden auf der Fläche der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule bis zu 125 neue Wohnungen entstehen. Das bedeutet zahlreiche neue Kunden. 90 Prozent der Verkaufsfläche sind Nahrungsmitteln inklusive Getränken vorbehalten, hat die Stadt auf Wunsch der Politik mit dem Investor vertraglich vereinbart. Im Umkreis von 700 Metern um den Rewe Markt leben rund 9190 Einwohner. Ein Gutachter der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf geht von einer Kaufkraft von 2300 Euro pro Einwohner für Nahrungs- und Genussmittel aus und kommt so auf einen erwarteten Umsatz von rund 21 Millionen Euro pro Jahr. Davon wollen sich die Discounter Netto und Aldi in der Nähe ein Stück sichern.

Die bereits erstellte Lärmschutzwand am Garather Mühlenbach verbessert den Lärmschutz für die Anwohner und die, die da noch kommen. Direkt am Supermarkt ist sie bis zu fünf Meter hoch und wird noch einseitig begrünt. Die Anlieferung wird eingehaust, aber nicht komplett. Die Belüftungsanlage wird erneuert und damit leiser.

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