Public Singing lockt 100 Teilnehmer

Public Singing lockt 100 Teilnehmer

Bei der Premiere im Becherhus gab es strahlende Gesichter.

Haan Es ist stickig und heiß in den überfüllten Räumen im Becherhuis. „Sha La La la La La La“ singt Melanie Arnold ins Mikrofon… „Sweet Marie, vergiss mich nicht“ und mit ihr rund 100 Haaner Kehlen, die einen glasklar, die anderen rau, melodisch vielleicht auch mal ein wenig schief. Manche tanzen, andere schunkeln, schnipsen, klatschen oder schlagen Bierdeckel im Takt aneinander. Es herrscht eine fast karnevalsähnliche Stimmung unter den Sangesfreunden.

„Das ist toll, so eine Veranstaltung hat uns in Haan gefehlt“, ruft Hugo Thienhaus enthusiastisch gegen Stimmgewalt an, prostet seinem Tischnachbarn mit dem frisch gezapften Hellen zu, „eine tolle Veranstaltung“. So wie dem Senior scheint es nahezu allen Teilnehmern des ersten Haaner „Rudelsingens“ zu gehen. Wo immer man hinschaut, überall strahlen die Gesichter, manche singen laut und selbstbewusst mit, andere eher in sich hinein. „Solche Veranstaltungen gibt es ja bereits in vielen Städten, ich fahre sonst immer nach Solingen und Wuppertal. Toll, dass wir jetzt Public Singing auch hier haben, das ist wunderbar“, schwärmt die Haanerin Barbara Assmann.

Vater Mattias Arnold und Tochter Melanie sind ein eingespieltes Team mit langjährigen Erfahrungen in der Unterhaltungsbranche. Als Duo „Mapiano“ treten der Pianist — vom Habitus eines Udo Jürgens — und die ausgebildete Sängerin häufig bei Festen und Veranstaltungen auf, sie verfügen über ein Repertoire von mehr als 1000 Musikstücken. „Die Idee eines gemeinsamen Singabends mit vielen Menschen ist uns mal zuhause bei einer Feier gekommen. Wir haben niemals mit einem solchen Andrang gerechnet und freuen uns riesig darüber“, sagt Melanie Arnold und strahlt über das ganze Gesicht. Überhaupt — die Leidenschaft für das was sie tut, ist unübersehbar. Sie reißt das Publikum vom ersten Lied an mit, unwiderstehlich.