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Projekt: Kinder starten ins Musikleben

Projekt: Kinder starten ins Musikleben

Musikschule, Kita Bollenberger Busch und Grundschule Bollenberg arbeiten zusammen.

Haan. Für das Projekt „MusikLeben am Bollenberg“ haben die Musikschule, die integrative Kindertagesstätte Bollenberger Busch sowie die Gemeinschaftsgrundschule Bollenberg eine Kooperation vereinbart. Gemeinsam schließen sich die drei Einrichtungen der Initiative „Kultur macht stark — Bündnisse für Bildung“ an. So sollen Kinder und Jugendliche, die von Haus aus nur wenig mit Musik und Kultur in Berührung kommen, einen Zugang suchen und finden.

„Unsere Zusammenarbeit in diesem Projekt wäre nicht so wirksam, sattelten wir nicht auf bereits existierende Kooperationen auf“, sagt Eva Dämmer. Die Musikschulleiterin arbeitet schon seit vielen Jahren sowohl mit der Kita als auch mit der Grundschule zusammen. „Es ist ganz wichtig, Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern. Dann wird der Wechsel nicht als Bruch, sondern als fließender Übergang erlebt“, sagt Alexandra Donner, pädagogische Fachkraft der Musikschule.

Durch das Musizieren werden Fähigkeiten und soziale Kompetenzen der Kinder gefördert. Zwei gut Gründe, die nun weiterentwickelt werden — und zwar nach außen. „Wir werden nicht zu überhören sein“, kündigen die Kooperationspartner an. Die Aktivitäten, zwei Schulstunden wöchentlich, finden nicht alleine in den Einrichtungen, sondern bevorzugt außerhalb der Schule und der Kita statt.

Das dient optimalerweise der Nachhaltigkeit, also dass zukünftig auch zu Hause musiziert wird. Denn „es reicht nicht, Familien zu einem Konzert einzuladen“, weiß Eva Dämmer aus Erfahrung. Also geht das Musikleben dorthin, wo Familien sind.

Für das kommende Frühjahr ist eine Aktion rund um Rohrmusik geplant. Dazu werden die Kinder verschieden große Röhren zum Klingen bringen, die zu einer permanenten Klanginstallation zusammengefügt werden.

Weitere Aktionen sind auf den Spielplätzen der Stadt geplant. Vorhandene Geräte wie Klettergerüste sollen zum Klingen gebracht werden. „Natürlich werden die Nachbarn vorher informiert“, sagt Dämmer.

Die verschiedenen Utensilien, die die Projekt-Kinder im Gepäck haben, sollen andere Mädchen und Jungen zum Mitmachen animieren. Rhythmisch gibt es keine Beschränkung, gewünscht und gewollt ist, dass zu Tönen, die durch Percussions-Instrumenten erzeugten werden, getanzt wird.

Volkstänze sind dafür in der Regel geeignet. „Da muss man nicht groß erklären, die Traditionen erklären sich da oft selbst“, sagt Donner. Das wiederum sei ein guter Einstieg, um nicht bloß Zaungast zu bleiben, sondern aktiv ins Geschehen einzugreifen.