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Poller sorgen in Hilden für Sicherheit

Poller sorgen in Hilden für Sicherheit

Polizei, Ordnungsamt und Stadtmarketing erstellen ein Konzept für den Weihnachtsmarkt.

Hilden. Lichterzauber in der Dunkelheit, der Duft von Glühwein, Lebkuchen und Zimtmandeln — all das erwartet die Besucher des Hildener Weihnachtsmarktes vom 1. bis 3. Dezember. Doch die Gespräche, die in den vergangenen Wochen zwischen dem Veranstalter des Weihnachtsmarktes und den Behörden liefen, waren wenig romantisch. Denn sie drehten sich um das Sicherheitskonzept, das auch für den vom Stadtmarketing organisierten Budenzauber erstellt werden muss.

Zwar liegen „keine konkreten Gefahrenhinweise vor“, sagt Polizeisprecherin Claudia Partha. Dennoch sollen die Gäste des Marktes vor eventuellen Terrorgefahren bestmöglich geschützt werden. Immerhin locken nach Auskunft von Stadtmarketing-Manager Volker Hillebrand 86 Stände und ein umfangreiches Bühnenprogramm sowie ein verkaufsoffener Sonntag zahlreiche Besucher aus der ganzen Region in die Hildener Innenstadt. „Das Ordnungsamt, die Polizei und der Veranstalter stehen daher insbesondere in der Zeit kurz vor der Veranstaltung in ständigem Austausch, um auch auf aktuelle Geschehnisse kurzfristig reagieren zu können“, berichtet die Sprecherin der Stadt, Henrike Loer, nach Absprache mit dem Hildener Ordnungsamt.

Grundlage dafür sei „immer die Einschätzung der aktuellen Gefährdungslage durch die Polizei“, sagt Loer. „Und auf diese Risikoeinschätzung warten wir noch“, ergänzt Hillebrand auf Nachfrage. Schließlich beginnt der Weihnachtsmarkt erst in zwei Wochen. Bis dahin kann noch viel passieren.

Volker Hillebrand, Stadtmarketing-Manager über die Straßen ohne Poller

Eine wichtige Rolle im Sicherheitskonzept spielen die versenkbaren Poller. Wo keinerlei Poller die Zufahrt zur Innenstadt absichern, „dort wird auch noch etwas passieren“, versichert Hillebrand. Auf Nachfrage ist immerhin zu erfahren, dass Blockaden geplant sind. Weitere Details zu Zahl, Art und Größe wollen jedoch weder Polizei, noch die Stadt Hilden nennen, weil dadurch das Interesse potenzieller Täter „erst auf die Veranstaltung gelenkt werden“ könne. „Die getroffenen Maßnahmen könnten bekannt und damit angreifbar werden“, sagt Loer.

Was aber, wenn die Poller defekt oder, wie es Hildener schon beobachtet haben, dauerhaft heruntergelassen sind? „Vor Beginn des Weihnachtsmarktes wird noch einmal genau drauf geguckt“, versichert Hillebrand. So will die Stadt dafür sorgen, dass die Straßensperren für den Weihnachtsmarkt funktionstüchtig sind. Das auf dem Markt eingesetzte Sicherheitspersonal verfüge über Schlüssel, um die Poller nötigenfalls wieder hochfahren zu können.