Fahrradsicherheit in Mettmann & Umgebung Polizei will „Sicherheit durch Sichtbarkeit“

Kreis Mettmann.  · Bis zum 13. Dezember überprüft die Polizei Fahrräder an weiterführenden Schulen auf ihre Verkehrstauglichkeit.

 Polizeihauptkommissarin Katja Lindemann füllt am Holterhöfchen in Hilden eine Mängelkarte aus – das Licht hat nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Polizeihauptkommissarin Katja Lindemann füllt am Holterhöfchen in Hilden eine Mängelkarte aus – das Licht hat nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die Polizei will mit der Aktion für das Thema „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ sensibilisieren. Denn jedes Jahr verunglücken mehrere hundert Radfahrer auf den Straßen des Kreises Mettmann.

Laut Statistik wurden im Jahr 2019 insgesamt 445 Radfahrer im Kreis Mettmann bei Verkehrsunfällen verletzt, davon 83 schwer. Zwei kamen sogar ums Leben, einer von ihnen in Mettmann. In Erkrath gab es mit 30 verunglückten Radfahrern sieben Verletzte mehr als noch 2018. Mettmann (zwölf Verletzte) und Wülfrath (9) verzeichnen im Vergleich zu den Zahlen im Vorjahr (Mettmann 23, Wülfrath 16) einen leichten Rückgang.

Die meisten Mängel
sind beim Licht

Viele der Unfälle wären sicherlich vermeidbar, wenn die Räder regelmäßiger gewartet würden, ist die Polizei überzeugt. Und deshalb führt sie seit einigen Jahren diese Aktion an weiterführenden Schulen durch. Besonders kritisch ist im Blick auf die dunkle Jahreszeit, dass die meisten Mängel bei Kontrollen der Lichtanlage gefunden werden. „Der größte Schwachpunkt ist eigentlich immer die Beleuchtung“, berichtet Polizeisprecher Ralf Becker.

Bei der Fahrradlichttestaktion im vergangenen Jahr wurden rund 2900 Fahrräder kontrolliert. Rund 12,4 Prozent aller geprüften Zweiräder, insgesamt 357, wiesen Mängel auf. „Den Radlern wurde eine Mängelkarte ausgestellt, mit der sie innerhalb von sieben Tagen zum nächsten Fahrradgeschäft gehen konnten, um die Mängel zu beheben“, erklärt Becker weiter. Die vom Mechaniker abgestempelte Karte wurde hinterher im Schulsekretariat abgegeben und zur Auswertung an die Polizei weitergeleitet.

Auch Schulen in Mettmann und Erkrath nehmen in diesem Jahr wieder an der Aktion teil: Am 16. November sind die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums Mettmann dran. Das Erkrather Schulzentrum an der Rankestraße steht am 17. November auf dem Plan, die städtische Realschule Erkrath und das Gymnasium am Neandertal am 1. Dezember.

Betreiber von Fahrradläden in der Umgebung rechnen wieder mit einem vermehrten Kundenansturm. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club rät übrigens, das Licht am Fahrrad schon bei Zwielicht einzuschalten – und solche Lichtverhältnisse sind im im Winter relativ oft der Fall.

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