1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Haan und Hilden

Staus auf der Autobahn: Pferdeanhänger brennt: A46 mehrere Stunden gesperrt

Staus auf der Autobahn : Pferdeanhänger brennt: A46 mehrere Stunden gesperrt

Haan. Die A46 war am Donnerstagmorgen zwischen Haan-Ost und Wuppertal-Sonnborn in Richtung Wuppertal bis etwa 9.30 Uhr komplett gesperrt. Auf der Autobahn brannte ein Pferdetransporter.

Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr zur Einsatzzeit ein 54-jähriger Pferdewirt mit seinem Lastwagen die A46 in Richtung Wuppertal. In der Großbaustelle blockierten die Bremsen des Lkw, sodass das Fahrzeug auf dem ersten Fahrstreifen zum Stillstand kam. Der technische Defekt setzte den Motorraum in Brand. Da eigene Löschversuche des Fahrers fehlschlugen, öffnete er die seitliche Rampe und führte sein Pferd auf die Autobahn. Das Tier stürzte dabei auf die Gegenfahrbahn, konnte aber leicht verletzt in einen sicheren Bereich gebracht werden.

Aufgrund der besonderen Örtlichkeit mussten beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden, um der Feuerwehr eine Anfahrt an der Anschlussstelle Haan-Ost entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung zu ermöglichen. Nachdem der Brand gelöscht war, konnte der Verkehr in Richtung Düsseldorf ab 7 Uhr wieder ungehindert fließen. Mehrere Versuche, den Verkehr in Richtung Wuppertal einspurig fahren zu lassen, schlugen fehl, da der linke Fahrstreifen innerhalb der Baustelle zu schmal war, um Lkw passieren zu lassen. Viele Autofahrer versuchten, über die B7 von Mettmann in Richung Wuppertal auszuweichen. Dort staute sich der Verkehr bis Hahnenfurth. Auch auf dem Vohwinkeler Westring war der A46-Stau noch bis zum späten Vormittag deutlich spürbar.

Die Bergungs- und Abschleppdienste wurden ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung zum Einsatzort gelotst. Nach Bergung des Gespannes und Reinigung der Fahrbahn konnte auch die Fahrbahn in Richtung Wuppertal gegen 8.30 Uhr wieder freigegeben werden. Der Pferdewirt hatte sein Tier von der Autobahn geführt und sich um einen Ersatztransport gekümmert. Bis zum Abschluss aller Maßnahmen staute sich der Verkehr in Fahrtrichtung Düsseldorf auf einer Länge von circa 5 Kilometern und in Gegenrichtung auf einer Länge von etwa 15 Kilometern.

Während der Einsatzmaßnahmen vor Ort waren immer wieder Autofahrer auf der Gegenfahrbahn zu beobachten, die ihre Geschwindigkeit drosselten, um Foto- und Filmaufnahmen mit dem Smartphone zu machen. Gegen diese Fahrzeughalter werden seitens der Polizei Anzeigen vorgelegt.