Patrick Mölleken: Rommels Sohn und mystischer Teenie

Patrick Mölleken: Rommels Sohn und mystischer Teenie

18-Jähriger aus Haan ist Schauspieler aus Leidenschaft. Zuletzt stand er mit Ulrich Tukur vor der Kamera. Und am Samstag ist er auf ProSieben zu sehen.

Haan. Von dem bekannten Schauspieler Ulrich Tukur schwärmt Patrick Mölleken immer noch. „Auf dem Weg zum Drehort haben wir immer seine Musik gehört“, sagt der 18-Jährige aus Haan. „Denn Tukur macht ja auch Musik.“ In den vergangenen Wochen stand Tukur allerdings als Erwin Rommel, Generalfeldmarschall während der Naziherrschaft, vor der Kamera. Und Patrick Mölleken spielte seinen Sohn Manfred.

Eine Rolle, die der junge Mann, der im kommenden Jahr sein Abitur am Haaner Gymnasium macht, deshalb bekommen hat, weil Regisseur Niki Stein sich an ihn erinnert hat. „Er kannte mich von einem früheren Casting, konnte mich aber aufgrund meiner Körpergröße damals nicht besetzen“, sagt Mölleken.

Dass er gerne auf der Bühne steht, hat er schon mit fünf Jahren gemerkt. „Klick“ gemacht hat es, als er etwa zehn Jahre alt war und wieder einmal eine Folge seiner Lieblingsserie „Alarm für Cobra 11“ gesehen hat. „In der Serie hatte ich dann lustigerweise auch meine erste Rolle“, erzählt er und fügt lachend hinzu: „Eine Laune des Schicksals.“ Damals war Patrick Mölleken elf Jahre alt.

„Jede Rolle hat etwas für sich“, sagt er. „Es geht darum, was zwischen den Zeilen steht, der Text ist eigentlich nur Geplänkel.“ Dementsprechend fühlt sich Patrick Mölleken in jede Rolle ein, will sie verstehen und lässt sich so vielfältig besetzen. Egal, ob auf dem „Traumschiff“, „Bei aller Freundschaft“, den „Rosenheim Cops“, dem Bergdoktor oder „Alles was zählt“. Seine Traumrolle hat er allerdings noch nicht gespielt: „Es würde mich sehr reizen, in einem richtigen Mafiafilm mitzuspielen.“ Kein Wunder, ist doch „Der Pate“ sein Lieblingsstreifen mit der seiner Meinung nach besten Musik. „Du siehst zu harmlos“, sagt seine Mutter lachend.

Ohne sie und seinen Vater wäre Patrick Mölleken längst nicht so weit. „Die Unterstützung der Eltern ist das wichtigste“, sagt er. Sie haben für ihn eine Schauspielagentur gesucht, ihn einmal in der Woche zum Schauspielunterricht nach Köln gefahren und bei seinen Lehrern ein gutes Wort eingelegt. „Ich habe tolle Lehrer, die mich unterstützen und wissen, wie wichtig mir das Schauspielen ist“, sagt er. Und seine Mutter ergänzt: „Patrick war aber auch immer gut in der Schule.“ Und die geht eigentlich auch immer vor. „Ich habe dieses Jahr drei Projekte abgesagt, die in die Klausurphase gefallen wären“, sagt der 18-Jährige, der ein gutes Abitur machen will. „Dann bewerbe ich mich an einer der staatlichen Schauspielschule in München. Bochum oder Potsdam“, sagt er. „Das Schauspielen ist meine Leidenschaft. Dem widme ich viel Zeit. Ich drehe, wann immer ich kann.“

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