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Neue Schilder für 174 Haltestellen kommen

Neue Schilder für 174 Haltestellen kommen

Als erste Stadt im Kreis wird Hilden umgestellt. 74 Haltestellen werden barrierefrei gemacht.

Hilden. Für die Rheinbahn und ihre Mitarbeiter sind sie besser zu handhaben — und für die Fahrgäste deutlich besser zu lesen: Als erste Stadt im Kreis rüstet das Verkehrsunternehmen 174 Haltestellen in Hilden mit neuen Masten und Schildern aus. „Die alten Metallschilder wiegen bis zu 25 Kilogramm und können nur zu zweit bewegt werden“, erläutert Tim Bäumken, Leiter Verkehrsplanung bei der Rheinbahn: „Die Neuen bestehen aus einen Aluminiumrahmen und einer Kunststoff-Platte, die mit einer Folie beklebt ist. Gewicht: nur zehn Kilogramm. Wir drucken die neuen Schilder selber aus. Deshalb sind Änderungen und die ganze Handhabung sehr viel einfacher.“

Dirk Anders, Projektleiter Bushaltestellenbau der Stadt Hilden

Das Design sei mit Behindertenverbänden abgestimmt worden. Die Rheinbahn hat dazu gelernt: In der Vergangenheit hatte es viel Kritik an den Haltestellenschildern in Düsseldorf gegeben. Sie sahen zwar stylisch aus, seien aber schwer zu lesen, beschwerten sich viele Fahrgäste. Die Rheinbahn tauscht insgesamt 3700 Haltestellenschilder aus, darunter allein 1400 in Düsseldorf. „Dort sind wir schon durch“, sagt Bäumken. Der Austausch in Hilden werde etwa bis April dauern. Dann sei Erkrath dran. Bezogen auf das ganze Netz muss die Rheinbahn rund 2,8 Millionen Euro aufwenden.

Auch die Stadt Hilden nimmt in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand, um ihre 170 Bushaltestellen weiter zu modernisieren, betont Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Die neuen Bus-Stopps sind barrierefrei, haben hohe Bordsteine zum ebenerdigen Ein- und Aussteigen, Leitstreifen für Blinde und Sehbehinderte und — wo es möglich ist — einen verglasten Wetterschutz sowie Sitzbänke.

„Der Stadtrat hat beschlossen, in den nächsten sechs Jahren weitere 75 Haltestellen zu modernisieren“, erläutert Dirk Anders, Projektleiter Bushaltestellenbau bei der Stadt Hilden: „Wir hoffen auf Landeszuschüsse.“ Er kalkuliert 30 000Euro pro Haltestelle, macht zusammen rund 2,32 Millionen Euro. Nach den aktuell geltenden Richtlinien würde der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr rund 15 000 Euro pro Haltestelle übernehmen. Das wären 1,125 Millionen Euro. Im Dezember kann die Stadt die Zuschüsse beantragen. Wenn alles klappt, müsste im April 2019 die Zusage vorliegen. „Bis 2020 sollen alle Bushaltestellen in Hilden barrierefrei sein“, berichtet Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings: „Bis auf ganz wenige, die kaum genutzt werden.“

Der Busbahnhof Gabelung wird in diesem Jahr noch eine sogenannte dynamische Fahrgastinformation bekommen. So eine Anzeige steht bereits am S-Bahnhof Hilden. Weitere Anzeiger sind später auch für die Haltestellen Lindenplatz und Gressard-Platz geplant. Die Kosten übernimmt die Verkehrsgesellschaft Hilden, die mit zu den Stadtwerken Hilden gehört.