Neubau des Gymnasiums soll aufgestockt werden

Neubau des Gymnasiums soll aufgestockt werden

Schulgutachter stellt die Pläne morgen im Ausschuss vor.

Haan. Das Abitur nach neun Jahren wird in Nordrhein-Westfalen künftig wieder die Regel sein. Noch vor der Sommerpause soll das entsprechende Gesetz vom Landtag verabschiedet werden. Das hat Folgen für den gerade laufenden Neubau des Gymnasiums Adlerstraße. Dessen Raumprogramm ist nämlich auf G 8 ausgerichtet. Mithin würden die Räume für einen zusätzlichen Jahrgang fehlen.

In einer Sondersitzung soll der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport morgen grünes Licht geben. Deshalb soll der Neubau wachsen. Zur Talseite hin wird zwischen den beiden Treppenhäusern ein zusätzliches Geschoss mit weiteren sieben Räumen errichtet. Nach einer aktuellen Kostenschätzung steigen die Kosten um 3,4 Millionen Euro. Diese Aufstockung würde als Nachtragsauftrag im Rahmen der laufenden Baumaßnahme mit umgesetzt. Derzeit kann der größere Auftrag noch ohne baulichen und logistischen Mehraufwand in die laufenden Planungen und Ausschreibungen einbezogen werden. Eine Aufstockung nach Fertigstellung sei zwar möglich, würde aber zu fast doppelt so hohen Kosten führen, heißt es in der Beratungsvorlage. Die Verwaltungsspitze und auch die Schulleitung begrüßt dieses Vorgehen.

Schulgutachter Detlef Garbe wird in der Sitzung die Pläne erläutern. Die zusätzlichen Kosten belasten die Finanzrechnung der Jahre 2019 und 2020. Zur Finanzierung muss die Kreditsumme aufgestockt werden. Da dem Kredit entsprechendes Anlagevermögen gegenübersteht, wird das Eigenkapital hierdurch zunächst nicht belastet. Die zusätzlich erforderliche Tilgung beläuft sich auf Basis eines Ratenkredites mit 30-jähriger Laufzeit auf 133 333 Euro pro Jahr. Die höhere Abschreibung wird künftige Ergebnisrechnungen um 92 000 Euro jährlich belasten.

Aus Sicht der Verwaltung besteht für einen Teil der Mehrkosten ein Anspruch gegenüber dem Land aus dem Konnexitätsgesetz. Eine Konkretisierung des Belastungsausgleiches für die Wiedereinführung von G 9 liegt bislang jedoch noch nicht einmal im Entwurf vor.

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