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Netzwerk "Wir sind Haan" und Awo Haan suchen Seniorenbegleiter

Haan : Projekt zum Schutz vor Vereinsamung

Das Projekt „Wir begleiten Dich“ vom Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“ und der Awo Haan will alleinstehende Senioren fördern.

Alleinstehende Senioren vor der Vereinsamung bewahren – das hat sich das Projekt „Wir begleiten Dich“ vom Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“ und der Awo Haan auf die Fahne geschrieben. Ehrenamtliche Begleiter sollen die Senioren unterstützen. „Wir möchten diejenigen zu Hause abholen, die sich gerne abholen lassen“, erklärt Volker Freund von „Wir sind Haan“, „zu einem Spaziergang, Arztbesuch oder zu einem Behördengang.“

Niederschwellig soll das Angebot sein – nicht nur für die Ehrenamtlichen, sondern vor allem auch für die Senioren, denn hier ist die Hemmschwelle oft groß, wie Awo-Vorsitzender Frieder Angern weiß: „Manche Menschen haben keine Möglichkeit, aus der Einsamkeit herauszukommen.“

Deshalb soll „Wir begleiten Dich“ ein Angebot sein, auf das sich die Senioren trauen können, anzurufen. Damit die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter gut auf ihre Aufgabe vorbereitet sind, startet am 5. Oktober eine Schulung in fünf Modulen. Wie man eine gelingende Kommunikation gestaltet, ist Thema des ersten Workshops, den die Supervisorin und Coachin Christine Angern durchführt. Am 26. Oktober geht es dann um Demenz. Hier gibt Fachreferentin Annelie Gilles einen Einblick in die Grundlagen, in den Umgang, die Symptome und Beeinträchtigungen dementieller und gerontopsychiatrischer Erkrankungen. Rund um Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung geht es am 16. November. Daneben wird Referent Frieder Angern auch über die Versorgung in Haan informieren.

Das vierte Modul am 22. November sieht ein Rollatortraining vor, um den Ehrenamtlichen den Umgang und die Bedienung von Rollatoren näher zu bringen. Außerdem gehört ein Erste-Hilfe-Kurs zu diesem Modul. Den Abschluss macht eine rechtliche Hilfestellung für die Ehrenamtlichen. Am 7. Dezember klärt die Rechtsanwältin Brigitte Albers über die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung, Beratung und Begleitung auf. Wichtig ist den Initiatoren, die Ehrenamtlichen nicht zu überfordern. „Wenn jemand nur eine Stunde in der Woche einbringen will, ist das vollkommen in Ordnung“, betont Freund. Auch soll in keinem Fall eine Konkurrenz zu gewerblichen Hilfsdiensten aufgebaut werden. „Wir ergänzen uns“, meint Ute Melchior-Giovannini von „Wir sind Haan“. Geplant ist es, im Januar oder Februar 2020 mit dem Projekt und mindestens fünf Begleitern an den Start zu gehen.