Narrenakademie schunkelt schon

Das Sommerfest bringt Geld für die Session.

Die Schützen im Sommer, die Narren im Winter — so ist das Brauchtum in der Regel organisiert. Das Sommerfest der Hildener Narrenakademie ist die Ausnahme: Da beweisen die Jecken, dass sie auch ohne rote Nase und Narrenkappe feiern können. „Das hat inzwischen schon Tradition, und uns gibt es schließlich das ganze Jahr“, sagt der Präses Manfred Hemme, während er am Grill die Würstchen wendet. „Die gehören dazu, sonst sind die Leute enttäuscht“, sagt Gabi Küster. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Kasse stimmt.

„Wir möchten natürlich auch ein bisschen Geld einnehmen, um unsere Sitzungen zu finanzieren und das Kinderprinzenpaar durch die Session zu begleiten“, betont Manfred Hemme. Zwei Tage lang währte das Sommerfest, das die Narrenakademie am Wochenende bereits zum 19. Mal feierte. „Wir machen zwei Tage Party, und das kommt bei den Leuten gut an. Sie genießen es einfach, bei guter Musik draußen zu sitzen und ein Bier zu trinken“, sagt Manfred Hemme. „Dabei trifft man viele Bekannte, denn irgendwen kennt man immer“, ergänzt Gabi Küster.

Für sie gehören gemeinsame Aktivitäten während des gesamten Jahres zum Vereinsleben dazu. „Sonst würden wir uns an Karneval gar nicht mehr wiedererkennen.“ Am Freitag gab es den Fassanstich mit Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Musikalisch wurde „Lecker Nudelsalat serviert“ — so heißt eine Showband aus Bergisch Gladbach, die bis in den Abend hinein Evergreens und fetzige Partymusik lieferte. Am Samstag gestalteten mit „Melodie Mix“ und „Töffte“ zwei bekannte Hildener Bands das musikalische Programm. Von 12 bis 15 Uhr gehörte zunächst „Melodie Mix“ die Bühne — Anlass für die Stippvisite der RP. Zunächst fanden sich nur vereinzelte Besucher auf dem Dr. Ellen-Wiederhold-Platz ein. Auf der Bühne hatte die Band ihren Aufbau fast abgeschlossen und schlug die ersten Töne an. Schlager und Schunkelstücke hatten die Jungs von Melodie Mix allerdings nicht im Repertoire: „Wir spielen eine große Palette von Swing“, erklärte Keyboarder Joachim Büttner den Stil des Hildener Trios. Die Drei sind stolz darauf, immer wieder für das Sommerfest gebucht zu werden.

„Wir pflegen eine enge Verbindung zu den Vereinen und freuen uns auf viele bekannte Gesichter.“ Herzhaft biss Sven Döbgen in seine Bratwurst. „Kann ich sehr empfehlen“, sagte der Präsident der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß. Er war gekommen, um mit den Kollegen ein paar Wort zu wechseln und die Musik zu genießen. „Karneval ist für uns das ganze Jahr — auch im Sommer.“ Ab 18 Uhr übernahm die Band „Töffte“ das musikalische Zepter.

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