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Mangelnde Ortskenntnis: Malteser weisen Kritik zurück

Mangelnde Ortskenntnis: Malteser weisen Kritik zurück

Auch die Feuerwehr sagt, dass ortskundige Fahrer im Einsatz sind.

Haan. Eile im Notfall, und der Rettungsdienst kennt den Weg nicht? Diese Sorge hatte WZ-Leserin Anne Friedmann (Name geändert), die im Gespräch mit Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienstes gehört hatte, dass diese gar nicht aus Haan, sondern aus umliegenden Städten kommen (WZ berichtete). „Meine Sorge ist nun, dass bei einem schlimmen Unfall das Malteserpersonal aus Düsseldorf und weiterer Umgebung die entsprechende Adresse nicht schnell genug findet“, sagte die besorgte Bürgerin.

„Die Dame muss keine Sorge haben, dass durch ortsunkundiges Personal die Retter nicht schnell genug eintreffen“, betont Carsten Schlipköter, Chef der Haaner Feuerwehr. Außerdem stellt er klar: „Die Malteser und das DRK unterstützen die Stadt am Wochenende bei den Krankentransporten. Der Rettungsdienst, wo es auf jede Minute ankommt, wird durch die Feuerwehr durchgeführt.“

Auch die Malteser reagieren überrascht auf die Kritik und Sorge von Anne Friedmann. „Da schwingt mit: Wir sind nicht gut versorgt. Allerdings haben wir schon lange, lange keine Beschwerden gehört, im Gegenteil“, sagt Malteser-Sprecher Klaus Walraf.

Auch er bestätigt: „Die Malteser übernehmen an den Wochenenden nur den Krankentransport in Haan, in der Regel einmal im Monat.“ Bei dem Personal handele es sich im Wesentlichen um sechs Personen, die in diesem Jahr diesen Dienst verrichten. „Das sind Ehrenamtler, es ist eben kein kommerzielles Angebot“, sagt Walraf. Deshalb greife der Vorwurf, die Malteser müssten Geld verdienen, nicht. „Die Ehrenamtler haben sich im Qualitätsmanagement bewährt, die haben was auf dem Kasten — und sie kommen aus Haan oder Hilden“, sagt Walraf.

Selbst, wenn die Mitarbeiter nicht aus Haan oder der direkten Umgebung kämen, sieht Walraf keinen Anlass zur Sorge: „Wir kennen uns gut aus. Außerdem gibt es für jeden Mitarbeiter eine Einweisung. Unsere Navigationsgeräte sind auf dem neuesten Stand. Wir fühlen uns auf der sicheren Seite.“

Und auch das Deutsche Rote Kreuz betont: „Das sind alles ortseigene Helfer, Mitglieder in den Bereitschaften Haan und Gruiten“, sagt Cemal Taylan vom DRK. „Es gibt natürlich Ausnahmen: Ein Helfer kommt aus Hilden.“ Der sei allerdings Busfahrer und kenne sich entsprechend aus.