Letzter Schliff an Sekundarschule

Letzter Schliff an Sekundarschule

Nächste Woche kommen die Schüler. Die Handwerker machen jetzt Überstunden. Es soll ja alles fertig sein.

Der Hausmeister ist noch im Urlaub. Karl-Heinz Wittrock, eigentlich Hausmeister am Helmholtz-Gymnasium, vertritt ihn am Holterhöfchen. Er kommt mit einem kleinen Trecker angebraust und öffnet die Tür zum Hauptgebäude. Über dem Eingang steht in verwitterten Buchstaben „Realschule“, aber daneben prangt bereits ein gelbes Schild mit dem Schriftzug „Sekundarschule“. Wittrock eilt voran in den zweiten Stock des Hauptgebäudes. Dort ist das Mobiliar der Klassen in der Mitte zusammengeschoben und mit Planen abgedeckt.

Kabel hängen von der Decke, Wände sind teils frisch gestrichen, teils noch nicht. Schulleiterin Sabine Klein-Mach schwärmt davon, dass „die Farbe der Umgebung, also Grün, in der Schule aufgenommen werden“. Das neue Grün an den Schulwänden hat die Farbe von frischem Gras und gefällt dem Hausmeister nicht. „Ich finde ja, dass Gelb beruhigend wirkt. Das Grün geht einem auf die Augen“, urteilt er. Kaum zu glauben, dass schon nächste Woche hier Schüler einziehen werden, aber so ist es geplant: „Im zweiten Geschoss werden drei neue Inklusionsklassen mit Nebenräumen hergerichtet.

Dort werden nach den Ferien behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet“, erklärt Maria Gründken, die technische Leiterin im Amt für Gebäudemanagement. In diesen Ferien werden die Außenanlagen der Schule aufgehübscht, das Erdsondenfeld für die Erdwärmeheizung wird gebohrt und die Geothermie-Anlage installiert. Die kombinierte Real- und Sekundarschule wird nach und nach modernisiert.

Es gibt eine neue Toilettenanlage (noch in Arbeit), eine neue Mensa (schon fertig) und vieles mehr. Wenn die Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sind, wird von den ursprünglichen Schulgebäuden kaum noch die Hülle stehen. 2017 soll es so weit sein. Hausmeister Wittrock spannt den Schirm auf und eilt vom Hauptgebäude hinüber ins Nebengebäude. Dort herrscht Chaos pur. Das zweite Obergeschoss bekommt eine neue Fassade, neue Heizkörper und einen neuen Anstrich. Im Keller steht noch die alte Heizungsanlage, die ersetzt werden soll. In der Fassade sind sämtliche Fenster ausgetauscht worden, aber noch sind sie nicht verputzt, geschweige denn an die Alarmanlage und die Heizung angeschlossen: „Wenn alles fertig ist, wird die Heizungsanlage herunterfahren, sowie irgendwo ein Fenster länger geöffnet ist. Außerdem werden die Fenster alarmgesichert, um die Schule besser vor Dieben zu schützen“, erzählt der Hausmeister. Die neue Heizungsanlage kann theoretisch vom Gebäudemanagement im Rathaus ferngesteuert werden — wenn einmal alles fertig ist. Zurzeit kämpfen die einzelnen Gewerke mit der Zeit.

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