Krankenhaus Haan Klinik-Bündnis erneuert Minister-Einladung

Haan/Düsseldorf · (tobi) Kurz nach Bekanntwerden der früheren Schließung des Haaner Krankenhauses in der vergangenen Woche hatte das überparteiliche Bündnis zur Rettung der Kliniken NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in die Gartenstadt eingeladen.

 Vor einigen Wochen sind Haaner für ihr Krankenhaus auf die Straße gegangen.

Vor einigen Wochen sind Haaner für ihr Krankenhaus auf die Straße gegangen.

Foto: peco

Offenbar ohne Erfolg, denn am Montag erneuerte Meike Lukat stellvertretend für ihre Mitstreiter das Ersuchen: „Ich erinnere höflich an unsere Einladung für den 16. November, 17 Uhr in den Ratssaal, Kaiserstraße 85, 42781 Haan. Im Sozial- und Integrationsausschuss würden wir Sie gerne begrüßen.“

Die Kplus-Gruppe hatte vergangene Woche Mittwoch völlig überraschend bekannt gegeben, dass sie das St.-Josef-Krankenhaus in Haan nicht erst am 31. Januar 2024, sondern bereits zum 21. Dezember 2023 schließen werde – die Lukasklinik in Ohligs macht demnach ihre Türen bereits zum 1. Dezember für immer zu. Die Krankenhäuser einfach so weiterlaufen zu lassen, würde in letzter Konsequenz zu einem Zerfasern der Versorgung führen, hatte Kplus-Geschäftsführer Kai Siekkötter erklärt: „Wir würden an den Punkt kommen, an dem einige wenige zusätzliche Krankmeldungen die Sicherheit der Patientinnen und Patienten gefährden könnten.“ Der Zeitplan sei mit dem Ministerium, den Rettungsdiensten und den umliegenden Krankenhäusern transparent besprochen worden.

Doch die wussten laut eigener Aussage nichts davon: „Es ist ein Unding“, erklärte Landrat Thomas Hendele, der für den Rettungsdienst im Kreis zuständig ist.

Das Aktionsbündnis in Haan hatte daraufhin NRW-Gesundheitsminister Laumann eingeladen. Sie möchten von dem CDU-Politiker in öffentlicher Sitzung die Antwort auf eine Frage hören: „Wie wird das Land NRW für die Menschen in unserer Stadt die Notfallversorgung ganz konkret gewährleisten, wenn das Haaner Krankenhaus am 21. Dezember 2023 schließt? Wir bitten um Terminbestätigung.“

Und „Von einem nicht-öffentlichen Gespräch in Düsseldorf am 16. November um 16 Uhr mit einem Mitarbeiter Ihres Hauses sehen wir aufgrund der Terminüberschneidung ab.“

(tobi)
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