Kinderparlament hat schon viel geschafft

Hilden : Kinderparlament kann bereits Erfolge vorweisen

Die Mädchen und Jungen hielten eine erste Sitzung im Bürgerhaus ab.

. Erst vor knapp drei Monaten haben die Schüler der Klassen 1 bis 7 das neue Kinderparlament gewählt. Die 75 Jung-Parlamentarier haben schon viel geschafft. Das wurde bei ihrer ersten öffentlichen Sitzung im Bürgerhaus Mittelstraße 40 deutlich– da wo auch das Stadtparlament zusammenkommt. Eine Gruppe Mädchen hat das Wendo-Training „Mädchen mit Power machen sich schlauer“ absolviert. Die Teilnehmerinnen haben gelernt, wie sie sich selbst behaupten können und wo und wie sie Hilfe in bedrohlichen Situationen finden. Die Jungen haben „Coolness“ trainiert. Ein ausgebildeter Antigewalttrainer hat ihnen demonstriert, wie sie mit ihrer eigenen Kraft, aber auch mit der Aggression des Gegenübers, umgehen können. „Diese Erfahrungen geben wir jetzt an unsere Freunde, Familien und an unsere Mitschüler weiter“, berichtet Michael.

Auch am Weihnachtsmarkt
haben sich die Kinder beteiligt

Die Kinderparlamentarier haben sich auch am Hildener Weihnachtsmarkt mit einem Stand beteiligt. Und dafür 250 Tüten Plätzchen gebacken. Bei dem Verkauf – auch Kinderpunsch und Kakao war im Angebot – kamen sage und schreibe 2400 Euro zusammen. Der Erlös geht an das Internationale Friedensdorf in Oberhausen. Dort werden Kinder aus aller Welt medizinisch versorgt, die Kriegsverletzungen haben oder die an Krankheiten leiden, die in ihren Heimatländern nicht behandelt werden können. „Es haben sehr viele Menschen gespendet“, berichtet Leonie stolz. „Deshalb waren die Kekse bereits am Samstag ausverkauft.“ In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben einige Eltern für Sonntag Nachschub gebacken. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont Jonathan und lobt den Einsatz der Väter und Mütter.

Beraten wurde auch über die Zukunft der Mecker-Ecke. Bisher haben die Vertreter des Kinderparlaments bei den Einsätzen des städtischen Spielmobils Idee, Anregungen und Wünsche der Hildener Kinder gesammelt. In Zukunft werden die Parlamentarier die Meckerecke zweimal im Monat direkt in den Schulen aufbauen. Pilotprojekte starten demnächst in den Grundschulen Schulstraße, Wilhelm-Hüls, Wilhelm-Busch und Am Elbsee. „Dadurch wird das Kinderparlament für die Schülerinnen und Schüler viel sichtbarer und präsenter“, freut sich Lehrerin Karolina Wermeling. Präsenz werden die jungen Politikerinnen und Politiker auch im kommenden Jahr zeigen. Die Themen, mit denen sie sich beschäftigen wollen, stehen bereits fest: Vermeidung von Plastikmüll, Bienenschutz, Kinderrechte und auch dier Notinseln.  cis

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