Kampf um die Genießergunst am heißen Rost

Kampf um die Genießergunst am heißen Rost

Auf dem Neuen Markt traten die Teams beim Grillwettbewerb in drei Disziplinen gegeneinander an.

Haan. Der Hunger machte sich bezahlt: Drei Grillwürstchen innerhalb weniger Minuten servierten die Wettkampfteilnehmer der sechsköpfigen Nachwuchs-Jury. Deren Mitglieder wurden (fast alle) mit den unterschiedlich angerichteten Gaumenfreuden spielend fertig. Und das war angesichts der Urteile auch wenig überraschend: „Ziemlich lecker“ fanden die Test-Esser im Alter zwischen neun und elf Jahren die Kinderwürstchen, die mal elegant mit Gemüse und Käse, mal verspielt mit herzförmig aufgetragener Sauce und mal mit Popcorn veredelt worden waren.

Die Teams bei der 2. Haaner Grillmeisterschaft legten sich mächtig ins Zeug. In drei Disziplinen mussten sie an ihren Grillständen rund um den Brunnen auf dem Neuen Markt ihre Fähigkeiten beweisen: Neben der Kinderwurst galt es, das „perfekte Steak“ sowie ein eigenes Gericht, ob Fisch, Fleisch oder Gemüse, auf den Teller zu zaubern. „Wir fangen zwei Monate vorher an, uns zu überlegen, was wir machen“, erklärte Olaf Discher, während er den zweiten Gang, das Roastbeef mit pochiertem Ei, vorbereitete.

Gemeinsam mit seinem Bekannten Sergei Biberdorf bildete er das Team „BBQ Rooster“, das den Titel vom Vorjahr zu verteidigen hatte. Konkurrenten bei diesem Vorhaben waren die Grillmeister des DRK und erstmals das Duo vom Restaurant „Schmackhaft“. Von ihm gab es auch gleich eine Kampfansage: „Wir wollen die Männerdomäne aufmischen“, bekräftigte Inhaberin Stella Kempen, die sich mit „Kräuterfee“ Sabrina Clausen am Vormittag ans Werk machte. Einmal pro Woche grillen die Beiden auch für die hungrigen Gäste des Restaurants.

Nach den Kindern am frühen Nachmittag mussten die Grillfreunde im zweiten und dritten Gang eine er wachende Fachjury überzeugen: Zu der gehörten neben Bürgermeisterin Bettina Warnecke auch Koch Ingo Hopmann, die engagierte Haaner Bürgerin Mareika Ksionzek van Kempen und der langjährige Kulturamtsleiter Fritz Köhler, den die Veranstalter als „Calli Calmund von Haan“ ankündigten. Die Zutaten stellten Sponsoren zur Verfügung.

„Was übrig bleibt, wird mitgegrillt und probenweise an die Besucher abgegeben“, kündigte Organisator Steffen Wohlrab vom Verein Haaner Sommer an. Und außer Konkurrenz versorgte unter anderem die „Burgerschmette“ die Gäste. „Flüssig Brot“ gab es vom „Verein für Erhalt und Förderung Schwelmer Brautradition“: „Wir sind mit vier Biersorten hier, die wir eigenes für den Haaner Sommer gebraut haben“, erzählte der Vorsitzende Thomas Wehner. Viele Gäste umlagerten den Stand des Vereins.

Die jugendlichen Testesser hatten unterdessen ihr Urteil gefällt: Ihnen schmeckte die Kinderwurst vom Vorjahressieger BBQ Rooster am besten — was nicht heißt, dass die anderen Teams keine gute Arbeit ablieferten.

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